Zum Hauptinhalt springen

Der algerische Salman Rushdie

Gegen den Bestsellerautor Kamel Daoud hat ein islamistischer Prediger eine Todes-Fatwa ausgesprochen. Die Regierung in Algier schweigt und verweigert dem Bedrohten Personenschutz.

«Ich habe inzwischen Angst, auf die Strasse zu gehen»: Kamel Daoud. Foto: Laif
«Ich habe inzwischen Angst, auf die Strasse zu gehen»: Kamel Daoud. Foto: Laif

Es ist die Antwort eines Literaten, die Kamel Daoud auf die Todesdrohungen gegen ihn gibt: «Faszinierende Frage: Woher kommt es, dass sich manche bedroht fühlen in ihrer Identität, in ihrer religiösen Überzeugung, in ihrer Geschichtsauffassung und ihrer Erinnerung, nur weil jemand anders denkt als sie?», schreibt er. Unter dem Titel «50 Farbtöne des Hasses» setzt sich der algerische Schriftsteller und Journalist mit den Mechanismen auseinander, den Gesellschaftsstrukturen, dem Gedankengut, die einer Fatwa des salafistischen Predigers Abdel Fattah Hama­dache gegen ihn zugrunde liegen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.