Zum Hauptinhalt springen

Boko Haram nimmt mehrere Orte ein

Die Islamistengruppe Boko Haram hat im Nordosten von Nigeria gleich drei Ortschaften überrannt. Offenbar nahm die Gruppe auch die Stadt Chibok ein, woher die 280 entführten Schülerinnen stammten.

Weiter auf dem Vormarsch: Screenshot eines Boko-Haram-Videos zeigt Kämpfer der Gruppe auf einem Panzer. (9. November 2014)
Weiter auf dem Vormarsch: Screenshot eines Boko-Haram-Videos zeigt Kämpfer der Gruppe auf einem Panzer. (9. November 2014)
AFP

Die Islamistengruppe Boko Haram hat nach Angaben von Augenzeugen die Stadt Chibok im Nordosten Nigerias eingenommen. Das sagten ein christlicher Geistlicher und ein Senator des Bundesstaates Borno der Nachrichtenagentur AFP. Aus Chibok stammen die im April von Boko Haram entführten rund 280 Schülerinnen, von denen mehr als 200 immer noch verschwunden sind.

Zuvor gab es schon Berichte, wonach Hunderte der Kämpfer nach Angaben von Einwohnern die Dörfer Hong und Gombi eingenommen hatten. Damit näherte sich Boko Haram bis auf etwa hundert Kilometer der Stadt Yola, Hauptstadt des Bundesstaats Adamawa, wohin tausende Menschen aus Furcht vor den Islamisten geflüchtet waren.

Armeehelikopter stürzt ab

Boko Haram hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Dörfer und Städte in Adamawa und den Bundesstaaten Yobe und Borno eingenommen.

In Yola stürzte nach Angaben der nigerianischen Luftwaffe zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein Armeehelikopter ab. Der Hubschrauber explodierte beim Aufschlag nahe einer Universität. Unter den Studenten, die einen Angriff von Boko Haram vermuteten, brach Panik aus. Die Ursache des Absturzes blieb zunächst unklar.

Mit Unterstützung örtlicher Milizen vertrieb die nigerianische Armee indes die Islamisten aus der Wirtschaftsmetropole Mubi, wie ein Vertreter der Regierung von Adamawa sagte. Boko Haram hatte die Stadt vor zwei Wochen erobert und sie in Madinatul Islam (Stadt des Islams) umbenannt.

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Gottesstaat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen nach Schätzungen mehr als 10'000 Menschen.

AFP/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch