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Bericht: Dutzende syrische Soldaten getötet oder vermisst

Nach den israelischen Luftschlägen in Syrien veröffentlichte Damaskus erste Bilder der Zerstörung.

Ein weiteres Bild, das die Zerstörung des nächtlichen israelischen Bombardements zeigen soll. (5. Mai 2013) (Bild: Offizielle syrische Nachrichtenagentur Sana/AFP)
Ein weiteres Bild, das die Zerstörung des nächtlichen israelischen Bombardements zeigen soll. (5. Mai 2013) (Bild: Offizielle syrische Nachrichtenagentur Sana/AFP)
Sana, AFP
Zerstörung und Schäden in Djamraja. (5. Mai 2013)
Zerstörung und Schäden in Djamraja. (5. Mai 2013)
Sana, AFP
Israelische Soldaten bei einem Aussichtspunkt auf den Golan Höhen. (5. Mai 2013)
Israelische Soldaten bei einem Aussichtspunkt auf den Golan Höhen. (5. Mai 2013)
Reuters
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Bei den israelischen Luftangriffen auf Ziele in Syrien sind nach Informationen der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 15 syrische Soldaten getötet worden. Ausserdem würden Dutzende noch vermisst, sagte der Leiter der Londoner Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Seinen Angaben zufolge wurden drei Anlagen bombardiert. Darin würden sich zu normalen Zeiten 150 syrische Soldaten aufhalten. «Es ist nicht klar, ob sie alle zur Zeit der Angriffe dort waren», sagte Rahman.

Nach Informationen der «New York Times» sind bei dem Angriff Dutzende syrische Elitesoldaten getötet worden, die nahe dem Präsidentenpalast stationiert waren. Aus Syrien gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Vorbereitungen in Israel

In Israel herrscht nach dem Luftangriff im syrischen Nachbarland aus Sorge vor einer Reaktion erhöhte Alarmbereitschaft. Die Armeeeinheiten entlang der Grenze seien zu grösster Wachsamkeit aufgerufen, meldete das israelische Radio heute. Der Luftraum im Norden Israels ist bis Donnerstag für zivile Flugzeuge gesperrt.

Die israelischen Luftangriffe haben die Sorge vor einer Eskalation des Konfliktes wachsen lassen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon rief alle Beteiligten zu äusserster Zurückhaltung auf, nachdem die syrische Regierung Israel gewarnt hatte, durch die Bombardements die Tür «zu allen Möglichkeiten weit geöffnet» zu haben.

Forschungseinrichtung und Waffen

Israelische Kampfjets hatten in der Nacht auf Sonntag nach Medienberichten ein militärisches Entwicklungszentrum nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus angegriffen. Israel hat dies allerdings bislang nicht offiziell bestätigt.

Ein hochrangiger israelischer Verantwortlicher hatte gesagt, bei den beiden Attacken binnen 48 Stunden seien Waffenarsenale bombardiert worden, die für die israelfeindliche Hizbollah-Miliz im Libanon bestimmt gewesen seien. Syrien hatte den Angriff als israelische Kriegserklärung bezeichnet und mit Vergeltung gedroht.

Mit eigenem Überleben beschäftigt

Israelische Militärs rechnen jedoch dem Radio zufolge nicht mit einem syrischen Gegenangriff, weil das Regime von Bashar al-Assad zu sehr mit dem eigenen Überleben beschäftigt sei. Dennoch stelle die Armee sich auf eine mögliche Reaktion der libanesischen Hizbollah und sogar des Iran ein. Der Angriff galt nach Medienberichten einer Lieferung iranischer Raketen des Typs Fateh-110 an die mit Israel verfeindete Hizbollah.

Israel hatte seinem engsten Verbündeten, den USA, nach dessen Angaben keine Vorwarnung vor den Luftangriffen nahe Damaskus gegeben. Die Regierung in Washington sei «nach den Tatsachen» in dem Moment informiert worden, als die Bomben explodierten, sagte ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes der Nachrichtenagentur Reuters in Washington.

sda/AFP/rub

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