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Attentäter töten 33 Menschen an Neujahrsfest

Kurden im Norden Syriens feiern gerade ihr Neujahr, als zwei Bomben explodieren. Hinter den Anschlägen wird der IS vermutet.

Anschlag auf feiernde Menschen: Drei Kurden entzünden zum Neujahrsfest Fackeln, hier im nordirakischen Akra. (20. März 2015)
Anschlag auf feiernde Menschen: Drei Kurden entzünden zum Neujahrsfest Fackeln, hier im nordirakischen Akra. (20. März 2015)
Safin Hamed, AFP

Bei zwei Bombenanschlägen auf das kurdische Neujahrsfest sind im Nordosten Syriens am Freitag 33 Menschen ums Leben gekommen. Der kurdische Beamte Ekrem Hasso bezifferte die Opferzahl in der Stadt Al-Hassaka sogar mit mehr als 50. Hinter den Attentaten wurde die Terrormiliz Islamischer Staat vermutet, die sich in der Region heftige Gefechte mit kurdischen Kämpfern liefert.

Einer der Anschläge sei von einem Selbstmordattentäter des IS durchgeführt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die von 20 Toten und 80 Verletzten berichtete. Später sei in der Nähe ein weiterer Sprengsatz detoniert. Das syrische Staatsfernsehen meldete unter Berufung auf den Gouverneur von Al-Hassaka 22 Tote und mehr als 70 Verletzte.

Hasso erklärte, Dutzende Vewundete seien in ein Krankenhaus im nahe gelegenen Kamischli und andere Orte gebracht worden. «Die Kliniken in Al-Hassaka sind überschwemmt mit Opfern», sagte er der Nachrichtenagentur AP.

Kurden zuletzt auf dem Vormarsch

Kurden kämpfen seit Monaten gegen die Terrormiliz, die seit ihrem schnellen Vormarsch im Sommer 2014 je ein Drittel von Syrien und dem Irak kontrolliert. Hunderte kamen auf beiden Seiten ums Leben, zuletzt gewannen die kurdischen Volksschutzeinheiten aber leicht die Oberhand.

Zum kurdischen Neujahrsfest sollte es aus Sicherheitsgründen keine offiziellen Feiern in der Region geben. Viele feierten aber dennoch, als sich der Anschlag in Al-Hassaka ereignete. Einer der Sprengsätze detonierte auf dem Hauptplatz der Stadt, wie die kurdische Beamte Ghalia Nehme berichtete.

SDA/rub

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