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Assad lässt Chemiewaffen-Untersuchung zu

Die UNO und die syrische Regierung haben sich geeinigt: Waffeninspekteure dürfen klären, ob und durch wen im Bürgerkrieg Giftgas eingesetzt wurde.

Der UNO liegen 13 Berichte über einen Einsatz von Chemiewaffen vor: Syriens Machthaber Bashar al-Assad. (Archivbild)
Der UNO liegen 13 Berichte über einen Einsatz von Chemiewaffen vor: Syriens Machthaber Bashar al-Assad. (Archivbild)
Keystone

Die Vereinten Nationen haben sich mit der syrischen Regierung auf eine Untersuchung zum mutmasslichen Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg geeinigt. Das gab die UNO in New York bekannt. Zwei UN-Vertreter hätten am Dienstag und Mittwoch mit Regierungsvertretern in Damaskus beraten und «eine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt», hiess es in einer kurzen Erklärung. Ob Machthaber Bashar al-Assad tatsächlich UN-Waffeninspekteure in sein Land lässt, blieb zunächst offen.

An den Gesprächen in Damaskus nahmen demnach UN-Chefinspektor Ake Sellstrom und die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane sowie der Vizeministerpräsident und Aussenminister von Syrien teil. Die Diskussionen seien «gründlich und produktiv» verlaufen, teilten die UN mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Einsatz durch die Regierung oder die Rebellen?

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat von Assad ungehinderten Zugang für seine Experten verlangt, um allen Hinweisen auf einen Chemiewaffeneinsatz nachzugehen. Damaskus wollte bislang nur die eigenen Vorwürfe überprüfen lassen, wonach die Rebellen am 19. März in der Stadt Chan al-Assal Giftgas einsetzten.

Die UN haben insgesamt 13 Berichte über einen mutmasslichen Einsatz von Sarin und anderen chemischen Kampfstoffen erhalten. Die Geheimdienste der USA, aus Grossbritannien und Frankreich haben von Hinweisen berichtete, wonach Assads Truppen die verbotenen Stoffen gegen die Aufständischen eingesetzt haben. Russland hingegen stützt die Angaben der Regierung, wonach die Rebellen die Regierungstruppen mit Sarin bekämpft haben.

AFP/rbi

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