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Arabische Liga schickt Delegierte nach Syrien

Sechs arabische Aussenminister werden nach Syrien reisen, um Staatschef Bashar al-Assad aufzufordern, die militärischen Gewalt gegen Zivilisten zu beenden. Dies hat die Arabische Liga in Kairo beschlossen.

Wird offenbar nach Syrien reisen: Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, am 19. Juli in Kairo.
Wird offenbar nach Syrien reisen: Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, am 19. Juli in Kairo.
Keystone

Die Delegation, der laut arabischen Diplomaten auch der Chef der Staatengruppe, Nabil al-Arabi, angehört, soll dem syrischen Staatschef Bashar al-Assad eine Botschaft übermitteln, wonach die militärische Gewalt gegen Zivilisten beendet werden müsse.

Arabi bezeichnete die Anwendung von Gewalt gegen Aufstände in der arabischen Welt als «unnötig». Stattdessen müsse «positiv» auf die Forderungen der arabischen Jugend reagiert werden. Mit der schnellen Umsetzung von Reformprojekten liessen sich «ausländische Interventionen» vermeiden. Die Anliegen der «Revolutionen» und «Aufstände» mit ihren Forderungen nach einem «radikalen Wechsel» seien «legitim», fügte Arabi hinzu.

Der Aussenminister von Oman, Jussef Ben Alwi, amtierender Präsident des Ministerrats der Arabischen Liga, erklärte, Syrien sei mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Die Arabische Liga müsse einen Beitrag zur Überwindung der dortigen Krise leisten. Vor dem Sitz der Arabischen Liga im Zentrum von Kairo demonstrierten dutzende in Ägypten lebende Libyer und Syrer gegen den syrischen Präsidenten und den jemenitischen Staatschef Ali Abdallah Saleh.

Erstmals Vertreter des libyschen Übergangsrats dabei

An der Syrien und Libyen gewidmeten Aussenministerkonferenz am Samstag in Kairo nahm erstmals auch eine Delegation der libyschen Rebellen teil. Deren Leiter, der Vorsitzende des Exekutivrats des Nationalen Übergangsrats der Rebellen, Mahmud Jibril, forderte finanzielle Unterstützung für den Übergangsrat, weil Libyen sonst instabile Verhältnisse drohten.

Im Konferenzsaal war die Fahne aus der Zeit der Ghadhafi-Herrschaft durch die von den Rebellen adaptierte Flagge aus der Zeit des 1969 gestürzten Königs Idris I. ersetzt worden. Die Arabische Liga hatte im Februar wegen der Krise in Libyen die Teilnahme des Landes an ihren Treffen ausgesetzt. Am Donnerstag hatte sie beschlossen, den Übergangsrat der libyschen Rebellen als offiziellen Vertreter des Landes zu ihren Sitzungen zuzulassen.

(SDA)

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