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Anschlagsserie erschüttert den Irak – 33 Tote

Bei Anschlägen auf schiitische Ziele sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. In Bagdad sprengte sich ein Mann in einer Moschee in die Luft, in Kerbala explodierten mit Sprengstoff abgestellte Autos.

Aufräumarbeiten: Ein Mann inspiziert den Ort, an dem zuvor eine Autobombe explodierte. (13. August 2014)
Aufräumarbeiten: Ein Mann inspiziert den Ort, an dem zuvor eine Autobombe explodierte. (13. August 2014)
AP Photo

Im Irak sind bei Anschlägen auf schiitische Ziele mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. In der Hauptstadt Bagdad sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einer schiitischen Moschee in die Luft und tötete mindestens 17 Menschen. In dem rund 90 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Kerbela, einem von Schiiten verehrten Ort, starben mindestens 16 Menschen bei der Explosion dreier Autobomben.

Der Selbstmordattentäter in Bagdad zündete seine Sprengstoffweste, als die Gläubigen die al-Chairat-Moschee im Geschäftsviertel Sinak verliessen. 28 wurden verletzt. In Kerbela, dem Heimatort zweier heiliger Schiiten, explodierten die drei mit Sprengstoff abgestellten Autos in Geschäftsvierteln und nahe Regierungsgebäuden. Mindestens 41 Menschen wurden verletzt.

Steckt der IS dahinter?

Für die Anschläge übernahm zunächst niemand die Verantwortung, allerdings trugen sie den Angaben zufolge die Handschrift der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat. Der IS hält nach seinem schnellen Vormarsch im Juni weite Teile des Landes besetzt, seitdem stieg auch die Zahl der Anschläge.

Erst am Vortag waren 28 Menschen bei einem Selbstmordattentat auf eine andere schiitische Moschee im Bagdader Viertel Harithija ums Leben gekommen. Auch dabei vermuten Sicherheitsbeamte den IS als Urheber.

Der IS hat eigenen Angaben zufolge in Bagdad bereits Fuss gefasst, doch irakische Beamte bestreiten dies. Sie räumen aber ein, dass die Terrormiliz in der Hauptstadt über sogenannte Schläferzellen verfüge.

AP/ajk

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