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Ankara bombardiert erneut PKK-Ziele

Mehr als 30 türkische Kampfjets greifen Gebäude der kurdischen Arbeiterpartei PKK an. Die Offensive verschärfe die Spannungen, so ein aussenpolitischer kurdischer Vertreter.

Luftangriff: Die türkischen Kampfjets starten vom Stützpunkt Diyarbakir aus. (15. Juni 2009) Foto: AP Photo/Selcan Hacaoglu
Luftangriff: Die türkischen Kampfjets starten vom Stützpunkt Diyarbakir aus. (15. Juni 2009) Foto: AP Photo/Selcan Hacaoglu

Die türkische Luftwaffe hat einem Medienbericht zufolge erneut kurdische Rebellen im Nordirak angegriffen. Mehr als 30 Kampfjets sollen am Freitag wiederum Bunker, Lager und Munitionsdepots der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK ins Visier genommen haben.

Die Jets seien vom Stützpunkt im südosttürkischen Diyarbakir aufgestiegen, berichtete der Sender CNN Türk. Regierungsvertreter lehnten eine Stellungnahme zu laufenden Einsätzen ab.

Die Türkei geht seit einer Woche massiv gegen die PKK vor, nachdem es mehrere Übergriffe auf türkische Sicherheitskräfte gegeben hat, für die die Regierung die PKK verantwortlich macht. Gleichzeitig greift die türkische Armee auch die radikalislamische IS-Miliz im Norden Syriens an.

Kurden-Regierung fordert Ende des Bombardements

Die Regierung der autonomen Kurdenregion im Nordirak hat derweil ein Ende der türkischen Luftangriffe auf PKK-Stellungen gefordert. «Natürlich wollen wir nicht, dass unser Land bombardiert wird, und wir glauben nicht, dass dies hilft, die Situation zu lösen», sagte der aussenpolitische Vertreter der Kurdengebiete, Falah Mustafa. Die Offensive der türkischen Armee verschärfe die Spannungen nur.

Er ermahnte beide Konfliktparteien, ihre Angriffe einzustellen. «Wir sind mit den jüngsten Aktionen der PKK nicht einverstanden, aber das bedeutet nicht, dass man mit Bombardements darauf antworten sollte», sagte Mustafa am Freitag bei einem Besuch in der US-Hauptstadt Washington.

Einsatz gegen IS begrüsst

Der Konflikt könne nur durch Verhandlungen beigelegt werden. Er kritisierte ausserdem, dass die Regierung der autonomen Kurdenregion nicht vorab von Ankara über die Angriffe auf die PKK-Stellungen im Nordirak informiert worden sei.

Mustafa begrüsste gleichzeitig die Einsätze der türkischen Luftwaffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die auch von kurdischen Einheiten bekämpft wird.

SDA/hae

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