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Am Kap der unerfüllten Hoffnungen

Die meisten Südafrikaner sind enttäuscht von der Demokratie, denn die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind 20 Jahre nach der Apartheid immer noch enorm.

Für Harris ist Südafrika unter seinem der Korruption bezichtigten Präsidenten Jacob Zumas (hier an der Abdankungsfeier Nelson Mandelas) auf dem besten Weg zu einem «failed state» zu werden, zu dessen Merkmalen der Kollaps der Staatsgewalt und des Rechtswesens zählt.
Für Harris ist Südafrika unter seinem der Korruption bezichtigten Präsidenten Jacob Zumas (hier an der Abdankungsfeier Nelson Mandelas) auf dem besten Weg zu einem «failed state» zu werden, zu dessen Merkmalen der Kollaps der Staatsgewalt und des Rechtswesens zählt.
Keystone
Harris' Haus in Mindalore, einem Stadtteil am Westrand von Johannesburg wurde bald schon fast täglich von Einbrechern heimgesucht. Im Tarnanzug beobachtete er Nacht für Nacht die Angreifer und bildete mit seinem Wissen kurz darauf eine Art Bürgerwehr.
Harris' Haus in Mindalore, einem Stadtteil am Westrand von Johannesburg wurde bald schon fast täglich von Einbrechern heimgesucht. Im Tarnanzug beobachtete er Nacht für Nacht die Angreifer und bildete mit seinem Wissen kurz darauf eine Art Bürgerwehr.
Johannes Dietrich
Aaron ist von der aktuellen Regierung sehr enttäuscht, denn die Arbeitslosigkeit sei schwindelerregend und wirtschaftlich profitieren nur diejenigen, die dem regierenden ANC nahestehen. Für eine gewisse Zeit unterstützte er die «Demokratische Allianz ». im Bild: Jugendliche Anhänger der DA.
Aaron ist von der aktuellen Regierung sehr enttäuscht, denn die Arbeitslosigkeit sei schwindelerregend und wirtschaftlich profitieren nur diejenigen, die dem regierenden ANC nahestehen. Für eine gewisse Zeit unterstützte er die «Demokratische Allianz ». im Bild: Jugendliche Anhänger der DA.
Keystone
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Goldgelb wie ein gigantischer Krügerrand verschwindet die Sonne hinter den Matchboxhäuschen von Soweto. «Das ist der schönste Moment am Tag», sagt Mike Harris, der schon seit 14 Stunden auf den Beinen ist: Der 61-jährige Elektroingenieur dreht seit heute Morgen um vier am Knotenpunkt der Eisenbahn zwischen Soweto und Johannesburg seine Runden. Harris hat dafür zu sorgen, dass die Pendlerzüge im Falle eines Stromausfalls nicht zu lange stehen bleiben: Andernfalls zünden zornige Fahrgäste kurzerhand die Waggons an.

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