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Al-Shabaab greift Afrikanische Union an

In Mogadiscio hat die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz den streng gesicherten Sitz der Mission der Afrikanischen Union in Somalia attackiert. Dabei starben neun Menschen.

Ein ugandischer Soldat im Einsatz für die Afrikanische Union im Einsatz gegen Al-Shabaab in Barawae. (6. Oktober 2014)
Ein ugandischer Soldat im Einsatz für die Afrikanische Union im Einsatz gegen Al-Shabaab in Barawae. (6. Oktober 2014)
Keystone

Bei einem Angriff der radikalislamischen Shabaab-Miliz auf die Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) sind drei Soldaten und ein Zivilist getötet worden. Wie AMISOM am Donnerstag mitteilte, überlebten die vier Opfer den Angriff auf das Hauptquartier der Truppe in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio nicht.

Zuvor hatte AMISOM von vier Verletzten gesprochen. Zu dem Angriff bekannte sich die radikalislamische Shabaab-Miliz.

AMISOM erklärte am Abend, die Mission habe die Kontrolle über den Stützpunkt zurückerlangt. Fünf Milizionäre seien zuvor bei den Kämpfen gegen die Angreifer getötet worden, drei weitere seien gefangen genommen worden. Alle Mitarbeiter der Afrikanischen Union (AU) und der UNO auf dem Stützpunkt seien nun in Sicherheit.

Bis zu 20 Angreifer

Am frühen Nachmittag waren mehrere Explosionen in dem AMISOM-Stützpunkt Halane zu hören gewesen, wie Polizisten und Augenzeugen berichteten. Das Hauptquartier liegt auf dem Gelände des streng gesicherten Flughafens von Mogadiscio. Dort befinden sich auch mehrere Botschaften.

Ein Sprecher der Shabaab, die sich zu dem Überfall bekannten, hatte zuvor erklärt, mehrere AU-Soldaten seien getötet worden. In westlichen Sicherheitskreisen wurde die Zahl der Angreifer auf 15 bis 20 geschätzt. Die 2007 geschaffene AMISOM zählt rund 22'000 Soldaten, die gegen die Shabaab-Miliz kämpfen.

Neuer Regierungschef

Der Angriff ereignete sich einen Tag, nachdem das Parlament die Ernennung des neuen Regierungschefs abgesegnet hatte. Die Abgeordneten folgten einstimmig dem Wunsch von Präsident Hassan Cheikh Mohamoud, sie mögen Omar Abdirashid Ali Sharmake das Vertrauen aussprechen.

Sharmake ersetzt den vorherigen Ministerpräsidenten Abdiweli Sheikh Ahmed, dem das Parlament Anfang Dezember das Vertrauen entzogen hatte.

Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Die Shabaab-Miliz kontrolliert nach ihrer Vertreibung aus Mogadiscio im Jahr 2011 noch immer Gebiete im Zentrum und Süden des ostafrikanischen Landes. Ihr Ziel ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.

SDA/rub

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