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Al-Qaida in Afghanistan kaum präsent

Die geheimen US-Dokuemnte, die von der Internetplattform Wikileaks veröffentlicht wurden, belegen offenbar, dass das Terrornetzwerk in Afghanistan nicht sehr aktiv ist.

Die Zeitung «Washington Post» berichtete am Montag, die 76'000 von Wikileaks Ende Juli veröffentlichten Dokumente erwähnten al-Qaida in Afghanistan nur etwa ein Dutzend Mal und dann nur in sehr vager Form. Wenn Aktivisten mit Verbindungen zu dem Terrornetzwerk genannt werden, wird dem Bericht zufolge in den meisten Fällen die Art dieser Verbindung nicht näher erläutert. Bisweilen heisse es lediglich, dass es sich um Sympathisanten handele.

Der Chef des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Leon Panetta, hatte Ende Juni gesagt, al-Qaida verfüge derzeit über «50 bis hundert» Kämpfer, «"vielleicht weniger», die sich vor allem in der Stammesregion im Nordwesten Pakistans aufhielten. US-Experten gehen laut der «Washington Post» davon aus, dass die Strategie des Terrornetztwerks in Afghanistan darin besteht, Taliban-Kämpfer zu trainieren und mit wichtigen Informationen zu versorgen.

Die Internetplattform Wikileaks hatte die ihr zugespielten Geheimdokumente Ende Juli veröffentlicht und damit vor allem bei den Regierungen in Washington und Kabul helle Empörung ausgelöst. Aus den Dokumenten geht laut Presseberichten hervor, dass die Lage in Afghanistan bei weitem dramatischer eingeschätzt wird als von offizieller Seite zugegeben.

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