Ahmadinejad präsentiert neues Kampfflugzeug

Der Iran verfügt über einen neuen Kampfjet der Marke Eigenbau. Der «Eroberer 313» ist laut Präsident Mahmoud Ahmadinejad rein defensiver Natur und entspreche der amerikanischen F/A-18.

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Anlässlich des 34. Jahrestags der Islamischen Revolution im Iran hat Staatschef Mahmoud Ahmadinejad ein neues Kampfflugzeug vorgestellt. Die Maschine vom Typ Kaher 313 (Eroberer 313) sei «von iranischen Ingenieuren entworfen und gebaut» worden und gehöre «zu den modernsten Kampfflugzeugen der Welt», sagte Ahmadinejad nach Angaben iranischer Medien während der Zeremonie heute Samstag.

Der Kampfjet habe bereits «tausende Flugstunden» absolviert, und seine Piloten seien «sehr zufrieden mit seiner Leistung». Das Staatsfernsehen zeigte Bilder des Jets in einem Hangar.

Tarnkappen-Eigenschaften

Irans Verteidigungsminister Ahmed Wahidi hob demnach hervor, dass der neue Kampfjet dafür gemacht sei, «alle Anforderungen der iranischen Luftwaffe in einem Luftkrieg zu erfüllen». Die Maschine sei aus modernen Materialien gefertigt und auf Radarschirmen nur schwer auszumachen. Ausserdem könne Kaher 313 auf kurzen Landebahnen landen und sei einfach und schnell zu reparieren.

Ahmadinejad erklärte, der Kampfjet diene ausschliesslich Verteidigungszwecken. Die iranische Armee habe «nicht das Ziel, andere anzugreifen und zu beherrschen, sondern ist rein abschreckend».

Enthüllung angesichts Drohung aus Israel

Der Iran nutzt den Jahrestag der Islamischen Revolution regelmässig, um angeblich spektakuläre militärische oder wissenschaftliche Erfolge zu verkünden, insbesondere seit weitreichende internationale Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt wurden.

Israel erwägt wegen des iranischen Atomprogramms einen Militäreinsatz gegen die Islamische Republik. Der Westen vermutet, dass der Iran heimlich am Bau einer Atombombe arbeitet.

Biden bietet Teheran Gespräche an

Aus der US-Regierung waren am Freitag verstärkt Drohungen in Richtung Teheran gekommen. Biden bot jedoch an der Münchner Sicherheitskonferenz der iranischen Regierung ausdrücklich Gespräche an. Es gebe «immer noch Zeit und Raum für Diplomatie». Allerdings müsse Teheran jetzt einen ernsthaften Schritt in Richtung Verhandlungen unternehmen.

Der Westen befürchtet, dass der Iran ein geheimes Programm zum Bau von Kernwaffen betreibt. Teheran bestreitet dies und beharrt auf einer Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.

rub/AFP/dapd

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