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Ärzte ohne Grenzen zieht Personal aus Kliniken im Jemen ab

Das Personal der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen verlässt die Spitäler im umkämpften Norden des Landes. Ausschlag ist der tödliche Luftangriff auf eine Klinik anfangs Woche.

Auch bei Hilfsorganisationen geht die Sicherheit vor: Ein Spital von Ärzte ohne Grenzen wurde bei einem von Saudi-Arabien durchgeführten Luftangriff zerstört. (16. August 2016)
Auch bei Hilfsorganisationen geht die Sicherheit vor: Ein Spital von Ärzte ohne Grenzen wurde bei einem von Saudi-Arabien durchgeführten Luftangriff zerstört. (16. August 2016)
AP Photo, Keystone

Das Personal aus sechs Spitälern werde in Sicherheit gebracht, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Donnerstag mit. Als Grund wurden «willkürliche Bombardements» und «unverlässliche Zusicherungen» des saudisch geführten Militärbündnisses angeführt, das seit März 2015 den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Huthi-Rebellen unterstützt.

Bei dem Luftangriff auf das Spital in der nordjemenitischen Provinz Hadscha waren am Montag nach Angaben der Hilfsorganisation 19 Menschen getötet worden, darunter ein MSF-Mitarbeiter. Laut Ärzte ohne Grenzen war es der vierte und folgenschwerste Angriff auf eine von MSF unterstützte Einrichtung seit Beginn des Konflikts im Jemen.

Hoffnung auf freiwillige Helfer

In den vom Personalabzug betroffenen Kliniken sollen Patienten nun allein von Staatsbediensteten und freiwilligen Helfern versorgt werden. Die Vereinten Nationen und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten den Angriff scharf verurteilt.

Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen sind ohne sauberes Trinkwasser und ausreichende medizinische Versorgung.

SDA/foa

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