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Gambias abgewählter Präsident geht ins Exil

Ex-Machthaber Yahya Jammeh hat das westafrikanische Gambia nach 22-jähriger Herrschaft verlassen. Das ebnet den Weg für seinen im Dezember gewählten Rivalen Adama Barrow.

Hat nach wochenlangem Machtkampf aufgegeben: Ex-Präsident Jammeh bei einer Ansprache im Fernsehen. (21. Januar 2017)
Hat nach wochenlangem Machtkampf aufgegeben: Ex-Präsident Jammeh bei einer Ansprache im Fernsehen. (21. Januar 2017)
Gambia State TV via AP, Keystone
«Gambia has decided»: Auf den Strassen Banjuls, Gambia, wird der neue Präsident gefeiert.
«Gambia has decided»: Auf den Strassen Banjuls, Gambia, wird der neue Präsident gefeiert.
Stringer, AFP
Der Machthaber Gambias mit seiner First Lady, Zeinab Suma Jammeh, auf Besuch in Washington vor dem Weissen Haus (5. August 2014).
Der Machthaber Gambias mit seiner First Lady, Zeinab Suma Jammeh, auf Besuch in Washington vor dem Weissen Haus (5. August 2014).
Michael Reynolds, Keystone
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Nach wochenlangem Konflikt um die Macht im westafrikanischen Gambia ist der abgewählte Präsident Yahya Jammeh ins Exil gegangen und hat damit seiner Rücktrittsankündigung Taten folgen lassen. Jammeh, der Gambia 22 Jahre lang regiert hatte, flog am Samstag in einer Privatmaschine aus Banjul ab, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP vom Flughafen der gambischen Hauptstadt berichtete.

Am Flughafen hatte sich eine kleine Menge von Jammeh-Anhängern versammelt. Der abgewählte Staatschef winkte ihnen zu. Mit an Bord ging Guineas Präsident Alpha Condé, der Jammehs Machtverzicht mit ausgehandelt hatte. Aus guineischen Regierungskreisen verlautete, Jammeh werde zumindest übergangsweise in Guineas Hauptstadt Conakry Aufnahme finden.

Militärintervention von Ecowas

Mit Jammehs Gang ins Exil ist nun sein bereits vereidigter Nachfolger Adama Barrow Gambias unangefochtener Staatschef. Jammeh hatte mit der Verkündung seines Rückzugs eine militärische Lösung des Machtkampfs abgewendet. Jammeh war im Dezember abgewählt worden und hatte seine Niederlage zunächst eingestanden. Später weigerte er sich aber, die Macht an Barrow abzugeben.

Die politische Krise in Gambia hatte sich in den vergangenen Tagen extrem zugespitzt. Truppen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas überschritten die Grenze zu Gambia, um Jammeh zum Aufgeben zu bewegen. Der UN-Sicherheitsrat hatte einem militärischen Eingreifen zugestimmt. Die Ecowas unterbrach ihre Militärintervention schliesslich für einen letzten Vermittlungsversuch durch Mauretanien und Guinea.

(AFP)

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