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58 Tote nach Luftangriff auf Gefängnis in Jemen

Der Krieg in Jemen soll bereits mehr als 10000 Menschenleben gefordert haben. Nun hat das von Saudiarabien angeführte Militärbündnis in Hodeida ein Gefängnis bombardiert.

Finden oft nur noch leblose Körper: Männer suchen in den Trümmern nach Überlebenden im Gefängnis der Hafenstadt Hodeida. (30. Oktober 2016)
Finden oft nur noch leblose Körper: Männer suchen in den Trümmern nach Überlebenden im Gefängnis der Hafenstadt Hodeida. (30. Oktober 2016)
Abdoo Alkarim Alayashy/AP, Keystone

Nach einem Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen ist die Zahl der Toten nach Angaben von Sicherheitskräften auf 58 gestiegen. Die meisten Opfer hätten eine Strafe wegen Ordnungswidrigkeiten abgesessen oder seien in Untersuchungshaft gewesen, sagte der Chef der örtlichen Sicherheitsbehörden am Sonntag. Das für den Luftangriff verantwortliche, von Saudiarabien angeführte Militärbündnis teilte mit, das Gefängnis sei eine Kommandozentrale der Huthi-Rebellen gewesen.

Das Gefängnis gehört zur Hafenstadt Hodeida am Roten Meer, die unter Kontrolle der Rebellen steht. Unter den Opfern des Angriffs vom Samstag waren jemenitischen Angaben zufolge mindestens 20 politische Häftlinge. Ihnen sollen die Huthis vorgeworfen haben, mit dem Militärbündnis zusammenzuarbeiten.

10000 Tote seit Kriegsbeginn

Bei den von Saudiarabien geführten Luftangriffen kommen immer wieder Zivilisten ums Leben. Dahinter stecke System und Absicht, kritisieren Menschenrechtsaktivisten.

Der Krieg begann 2014, als die Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa einnahmen. Sie erzielten zunächst grosse Erfolge – auch an anderen Stellen im Land. Im März vergangenen Jahres griffen Saudiarabien und andere Golfstaaten an der Seite des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi in die Kämpfe ein. Bei den Kämpfen sollen bereits mehr als 10000 Menschen ums Leben gekommen sein.

SDA/mch

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