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400 Kinder sterben im Jemen bei Kämpfen

Alarmierender UNO-Report: Mehrere Hundert Kinder wurden im Jemen-Konflikt getötet. Ebenso viele Minderjährige wurden als Kämpfer rekrutiert.

Gefährliches Leben: Kinder spielen in einem zerbombten Auto in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. (18. Mai 2015)
Gefährliches Leben: Kinder spielen in einem zerbombten Auto in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. (18. Mai 2015)
Hani Mohammed, Keystone

Der Jemen-Konflikt hat nach UNO-Angaben seit Ende März fast 400 Kindern das Leben gekostet. Eine ähnlich hohe Zahl von Minderjährigen sei von bewaffneten Gruppen als Kämpfer rekrutiert worden, teilte Unicef in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht mit.

Es handelt sich um den ersten derart alarmierenden Report des UNO-Kinderhilfswerk zum Jemen, wo eine von Saudiarabien geführte Militärkoalition seit Ende März gegen die Huthi-Rebellen vorgeht. Die Aufständischen hatten seit dem vergangenen Jahr weite Teile des Landes überrannt, darunter die Hauptstadt Sanaa, woraufhin Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi ins benachbarte Saudiarabien floh.

Nach Angaben des UNO-Menschenrechtsbüros kamen bis vergangenen Freitag mindestens 1950 Zivilisten bei den Kämpfen im Jemen um. Unicef gab die Zahl der bis vergangene Woche getöteten Kinder mit 398 an. Doch könne die Zahl der Opfer weit höher liegen. 377 Kinder seien zum Kämpfen gezwungen worden, 1,3 Millionen hätten ihre Häuser verlassen.

«Abdul war vier Jahre alt und wurde von einem Scharfschützen getötet», wurde in dem Bericht die sieben Jahre alte Nada Nussir zitiert. «Ich will nicht so sterben wie er.»

Rund zehn Millionen Kinder im Jemen – oder die Hälfte der Bevölkerung des Landes – seien zudem dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, hiess es in dem Unicef-Bericht weiter. Mehr als die Hälfte der schwangeren Frauen in den am ärgsten von den Gefechten betroffenen Regionen hätten ein grösseres Risiko, Komplikationen bei der Geburt zu erleiden, weil sie keinen Zugang zu medizinischen Einrichtungen hätten.

SDA/chk

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