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39 Angriffe in zwei Tagen

Die internationale Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) hat ihre Angriffe auf Stellungen der Jihadistengruppe in Syrien und im Irak intensiviert. Dabei kommen immer wieder Zivilisten um.

Der Kampf um die Städte geht weiter: Der zerstörte Marktplatz in der nordsyrischen Stadt Kobane. (19. November 2014)
Der Kampf um die Städte geht weiter: Der zerstörte Marktplatz in der nordsyrischen Stadt Kobane. (19. November 2014)
Keystone

Am Donnerstag und Freitag habe es insgesamt 39 Angriffe gegeben, teilte die US-geführte Allianz in Washington mit. In Syrien wurden nach Angaben der Allianz innerhalb von zwei Tagen 19 internationale Angriffe gegen die IS-Kämpfer geflogen, die meisten in der Gegend um die kurdische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei. Dabei seien Stellungen, Gebäude und Fahrzeuge der Jihadisten zerstört worden. Im Irak wurden den Angaben zufolge 20 Luftangriffe geflogen, die meisten in den Provinzen Ninive und Anbar.

In Syrien griffen Regierungstruppen am Donnerstag die Ortschaften Al-Bab und Kbasin in der Provinz Aleppo aus der Luft an, wie die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Nach Angaben der Organisation wurden 52 Menschen getötet, darunter auch sieben Kinder. Ausserdem seien dutzende Menschen verletzt worden.

Vorwürfe von Aktivisten

Die syrischen Regierungstruppen gehen ebenfalls gegen die IS-Kämpfer vor, Aktivisten werfen der Regierung aber immer wieder vor, bei ihren Angriffen mehr Zivilisten als Extremisten zu töten. Die UNO und Menschenrechtsgruppen forderten Damaskus bereits mehrfach dazu auf, keine dicht besiedelten Wohngegenden anzugreifen.

Der syrische Bürgerkrieg hatte im Frühjahr 2011 mit regierungskritischen Protesten begonnen und sich rasch zu einem bewaffneten Konflikt ausgeweitet, an dem mittlerweile verschiedene Gruppen beteiligt sind. Schätzungen zufolge wurden in dem Krieg bislang rund 200'000 Menschen getötet. Die Hälfte der syrischen Bevölkerung wurde vertrieben.

Der IS kontrolliert mittlerweile weite Landesteile in Syrien sowie im benachbarten Irak. Die internationale Militärkoalition geht in beiden Ländern gegen die IS-Kämpfer vor. Neben den USA beteiligen sich auch mehrere arabische und europäische Staaten.

SDA/rar

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