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13-Jähriger trug Sprengstoff unter dem Messi-Shirt

Nach dem Selbstmordattentat eines Jungen in der Türkei griffen Beamte einen Minderjährigen in Kirkuk auf, der eine Bombe am Körper trug.

Dramatische Momente in Kirkuk: Polizisten entfernen einen Sprengstoffgürtel vom Leib eines Jungen. (21. August, 2016)
Dramatische Momente in Kirkuk: Polizisten entfernen einen Sprengstoffgürtel vom Leib eines Jungen. (21. August, 2016)
Reuters

Auf Bildern der Nachrichtenagentur Reuters ist zu sehen, wie Polizisten dem 13-Jährigen den Gürtel abnehmen. Danach wurde dieser laut der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw kontrolliert gesprengt. Gemäss den Beamten soll der Junge den Gürtel unter einem Leibchen von Barcelonas Stürmerstar Lionel Messi getragen haben. Bei seiner Festnahme sei er in Tränen ausgebrochen.

Am Wochenende kam es im südosttürkischen Gaziantep zu einem Selbstmordanschlag, der laut Recep Tayyip Erdogan von einem Kind ausgeführt wurde. Die verheerende Explosion riss inmitten einer kurdischen Hochzeitsfeier in der südosttürkischen Millionenstadt mindestens 51 Menschen mit in den Tod, 69 weitere wurden verletzt.

Dabei blieb am Sonntag zunächst unklar, ob sich das Kind (angeblich zwischen 12 und 14 Jahren) selbst in die Luft gesprengt hat oder ob der Sprengsatz per Fernzünder ausgelöst worden war. Nach Angaben der Ermittler wurden die Reste einer Sprengstoffweste am Tatort gefunden. Das Attentat löste international Entsetzen und Anteilnahme aus.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, es könne sich um einen «Selbstmordattentäter» gehandelt haben, der sich in die Luft gesprengt habe oder «gesprengt wurde». Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Drahtzieher des Anschlags war.

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