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«Massaker im Herzen von Paris»

Der Schock sitzt tief. Verschiedene französische Medien sind sich einig in ihrer Reaktion auf den Anschlag und schreiben von Krieg.

Die französischen Zeitungen haben sich einig in ihrer Reaktion auf die Welle der Anschläge in Paris gezeigt: «Krieg im Herzen von Paris» titelte die konservative Zeitung «Le Figaro», «Diesmal ist es Krieg», schrieb «Le Parisien», während die Regionalzeitung «L'Ardennais» mit dem Titel aufmachte: «Massaker im Herzen von Paris».

Überall gleichen sich die Worte - Krieg, Massaker, Blut. Die Sportzeitung «L'Equipe» titelt einfach nur «Horror» auf schwarzem Grund. Die Presse zeigt sich entsetzt über die Ereignisse, die ihres Gleichen suchen. «Die terroristische Barbarei hat eine historische Schwelle überschritten», schreibt die linke «Libération»in ihrem Leitartikel. Zehn Monate nach dem Anschlag auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» habe «der Terrorismus erneut getötet. In grossem Massstab. Blind. Erbarmungslos», schreibt die Regionalzeitung «Le Républicain lorrain». «In wenigen Minuten wurde die Hauptstadt in einen Ort verwandelt, in dem der Tod an mehreren Stellen auftauchen konnte, aus dem Nichts», kommentieren «Les Dernières Nouvelles d'Alsace».

«Paris angegriffen. Paris als Ziel. Paris erneut verletzt - und auf welch blutige, erschreckende und erdrückende Weise», schreibt «La Dépêche du midi». Der Ausnahmezustand klinge «bereits wie ein Kriegssignal». Auch für die Zeitung «Sud-Ouest» befindet sich «Frankreich im Krieg» - einem Krieg, dem es sich «stellen muss». Einigkeit ist das Gebot der Stunde, sind sich die Zeitungen einig. «Im Namen der wahren Märtyrer von gestern, der unschuldigen Opfer und im Namen der Republik wird Frankreich vereint bleibt und die Stirn bieten», schreibt «Le Parisien».

Die Pariser Zeitung hatte erst am Freitag mit einer Umfrage aufgemacht, wonach die Angst vor dem Terror in Frankreich stark zugenommen hat. Für 17,7 Prozent der Franzosen sei die Gefahr von Anschlägen die grösste Sorge, meldete die Zeitung. 2014 hätten dies nur 2,6 Prozent gesagt. Damit beschäftigte die Angst vor Anschlägen die Franzosen am meisten nach der Sorge vor Arbeitslosigkeit. In einer Karikatur sagt ein Mann: «Heute ist Freitag, der 13.» Eine Frau antwortet ihm: «Meinst du, wir haben nicht sowieso schon genug Angst?»

AFP/nab

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