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Zwölf Tote bei Kämpfen in der Ostukraine

In der ukrainischen Stadt Debalzewe haben Separatisten nach eigenen Angaben Regierungstruppen eingekesselt. Bei Gefechten in der Region gab es zahlreiche Tote und Verletzte.

Trainieren in der Nähe von Lugansk: Soldaten der ukrainischen Armee. (29. Januar 2015)
Trainieren in der Nähe von Lugansk: Soldaten der ukrainischen Armee. (29. Januar 2015)
Reuters

Bei neuen Kämpfen im Osten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben zwölf Menschen getötet worden, darunter sieben Zivilisten. Bei Artilleriebeschuss in der Rebellenhochburg Donezk seien überdies 23 Menschen verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Das ukrainische Militär teilte mit, es seien auch 23 Soldaten verletzt worden. Über Opfer auf Seiten der Separatisten gab es keine Angaben. Brennpunkt der Kämpfe ist die von Regierungstruppen gehaltene Stadt Debalzewe, die an der Bahnstrecke zwischen Donezk und der zweiten Rebellenhochburg Lugansk liegt.

Soldaten eingekesselt

Ein Anführer der prorussischen Separatisten, Andrej Purgin, sagte der russischen Nachrichtenagentur Interfax, die ukrainischen Soldaten seien «eingekesselt» und von Nachschub abgeschnitten. Er bot die Einrichtung eines «humanitären Korridors» für Soldaten an, die ihre Waffen niederlegten.

In dem seit neun Monaten andauernden Konflikt zwischen der Regierung in Kiew und prorussischen Separatisten im Osten des Landes wurden bereits 5100 Menschen getötet. International für Empörung sorgte der Raketenbeschuss der Hafenstadt Mariupol am vergangenen Samstag, durch den mindestens 30 Menschen getötet wurden.

Russland verstärkt Truppen

Russland will seine Truppen als Reaktion auf die geänderte Sicherheitslage in strategisch wichtigen Regionen des Landes verstärken. Auslöser für diese Pläne sei die militärische und politische Situation rund um Russland, zitierte die Nachrichtenagentur Tass Aussagen des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu bei einer Tagung in seinem Ministerium.

Er werde nicht zulassen, dass irgendjemand militärisch die Oberhand über sein Land gewinne. Daher werde er die russischen Streitkräfte trotz der aktuellen wirtschaftlichen Probleme wie geplant aufrüsten und dafür sorgen, dass sie bis 2020 über die beabsichtigte Zahl moderner Waffensysteme verfügten.

Die Ukraine und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten im Osten des Landes militärisch zu unterstützen. Die EU hatte in der Ukraine-Krise am Donnerstag eine Verlängerung und Ausweitung ihrer Sanktionen gegen Russland angekündigt.

SDA/kpn

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