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Wo die Madonna sich vor dem Paten verneigt

Mafiosi tragen Marienstatuen durch italienische Städte und sammeln Heiligenbilder. Doch nun hat Papst Franziskus über die frommen Paten den Kirchenbann ausgesprochen – und die Mafiakirche in Aufruhr versetzt.

Einnahmequelle für die Verbrechersyndikate: Das Fest der heiligen Agatha in Catania. Jetzt wird darüber diskutiert, die Prozession abzuschaffen. Foto: Daniele La Monaca (Tips)
Einnahmequelle für die Verbrechersyndikate: Das Fest der heiligen Agatha in Catania. Jetzt wird darüber diskutiert, die Prozession abzuschaffen. Foto: Daniele La Monaca (Tips)

Eine Marienprozession in Oppido Mamertina, tief im Hinterland Kalabriens, zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer. Der 5000-Einwohner-Ort ist festlich mit aufwendigen Lichterketten geschmückt, Karussells drehen sich, eine Blaskapelle spielt. In der ersten Reihe marschieren die Honoratioren – der Pfarrer, der Bürgermeister, der Carabinieri-Maresciallo. Ihnen folgen 60 Männer in weissen T-Shirts, die das schwere Standbild der sogenannten Gnadenmadonna durch die Strassen schleppen.

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