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Österreich will Eigentümerin von Hitlers Geburtshaus enteignen

Österreich muss ein Gesetz ändern, um die Immobilie in Braunau am Inn umnutzen zu können. Dem Entscheid war ein jahrelanger Streit vorausgegangen.

Soll keine Pilgerstätte von Nationalsozialisten werden: Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in dem Haus im Zentrum von Braunau geboren (17. April 2015).
Soll keine Pilgerstätte von Nationalsozialisten werden: Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in dem Haus im Zentrum von Braunau geboren (17. April 2015).
AFP

Österreich will die Eigentümerin des Geburtshauses von Adolf Hitler enteignen. Nach jahrelangen, erfolglosen Verhandlungen über die Nutzung des leerstehenden Hauses in Braunau am Inn in Oberösterreich entschloss sich das Innenministerium zu diesem Schritt.

Der Weg zur Enteignung soll nun konkret geprüft werden. Das Ministerium muss dazu auch eine Gesetzesänderungen vornehmen. Einen entsprechenden Bericht der «Oberösterreichischen Nachrichten» (Samstag) bestätigte ein Sprecher des Ministeriums.

Die bisherigen Gespräche mit der Eigentümerin hätten kein Ergebnis gebracht. «Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass die Enteignung der einzige Weg ist, um eine Nutzung des Gebäudes im Sinne einer nationalsozialistischen Wiederbetätigung ausschliessen zu können», sagte der Sprecher.

Kaufangebote bisher abgelehnt

Die Eigentümerin soll eine Entschädigung erhalten. Kaufangebote für das Haus an der deutsch-österreichischen Grenze lehnte die Frau bisher immer ab.

Das Ministerium ist seit 1972 Hauptmieter. Bis 2011 befand sich in dem Haus eine Behindertenwerkstatt. Die Besitzerin weigerte sich damals, das Haus behindertengerecht umbauen zu lassen.

Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in dem Haus im Zentrum von Braunau geboren, das direkt an der Grenze zu Deutschland liegt. Die Regierung in Wien will verhindern, dass das Gebäude zu einer Pilgerstätte von Nationalsozialisten wird, im Mietvertrag von 1972 ist eine «museale» Nutzung ausdrücklich ausgeschlossen.

SDA/kko

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