Zum Hauptinhalt springen

«Sardinen»-Proteste gegen Salvini

Tausende Demonstranten sind am Samstag in Italien gegen den Lega-Chef auf die Strasse gegangen.

In der Emilia-Romagna finden am 26. Januar Regionalwahlen statt: Um einen Sieg der Lega zu verhindern, gehen die Menschen auf Strasse. (23. November 2019)
In der Emilia-Romagna finden am 26. Januar Regionalwahlen statt: Um einen Sieg der Lega zu verhindern, gehen die Menschen auf Strasse. (23. November 2019)
Guglielmo Mangiapane, Reuters
Mit den «Sardinen»-Protesten wollen die Menschen beweisen, dass sie mehr Leute mobilisieren können als die Lega-Partei.
Mit den «Sardinen»-Protesten wollen die Menschen beweisen, dass sie mehr Leute mobilisieren können als die Lega-Partei.
Guglielmo Mangiapane, Reuters
Die Proteste richten sich gegen Matteo Salvini, der hier der überfluteten Lagunenstadt Venedig einen Besuch abstattete. (15. November 2019)
Die Proteste richten sich gegen Matteo Salvini, der hier der überfluteten Lagunenstadt Venedig einen Besuch abstattete. (15. November 2019)
Manuel Silvestri, Reuters
1 / 4

Zentrum der jüngsten sogenannten «Sardinen»-Proteste war die nördliche Stadt Reggio Emilia. Laut Polizei kamen mehr als 6000 Demonstranten zusammen. In Perugia in Umbrien waren es am frühen Abend laut Nachrichtenagentur Ansa mehr als 1000. Viele von ihnen trugen Zeichnungen oder selbst gebastelte Figuren von Sardinen bei sich.

Die «Sardinen» waren erst vor kurzem als ein Flashmob entstanden. Mehrere junge Leute hatten am 14. November in Bologna beweisen wollen, dass sie mehr Menschen mobilisieren können als Oppositionsführer Salvini, der an dem Tag in der Hauptstadt der Emilia-Romagna eine Kundgebung abhielt. Ziel war es gewesen, den Hauptplatz eng gedrängt wie Sardinen zu füllen, was auch gelang.

«Sardinen» gegen Rechtspopulismus

In der Emilia-Romagna finden am 26. Januar Regionalwahlen statt. Salvini will mit seiner Kandidatin Lucia Borgonzoni die traditionelle Hochburg der Linken erobern, was ihm Ende Oktober schon in Umbrien gelungen war. Auf nationaler Ebene ist seine Lega in Umfragen die mit Abstand stärkste Partei. Sie gewann auch die Europawahlen Ende Mai.

Die «Sardinen» verstehen sich als Bewegung gegen den Rechtspopulismus. Ihre neue Facebookseite hatte am Samstagabend schon rund 120'000 Likes. Sie haben ihren Namen bereits beim europäischen Patentamt registrieren lassen und planen weitere Kundgebungen in zahlreichen italienischen Städten, darunter am 14. Dezember in Rom. An diesem Sonntag ist eine kleine Kundgebung mit rund 200 Teilnehmern der «atlantischen Sardinen» in New York geplant.

SDA/roy

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch