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«Was für eine Zeitverschwendung für Dominique»

Gibt das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts statt, könnte Dominique Strauss-Kahn bereits in wenigen Stunden freikommen. Frankreichs Politiker freuen sich über die baldige Rückkehr des früheren IWF-Chefs.

«Respekt ist wichtig»: Der Parteichef der Sozialisten, Harlem Désir, in Paris.
«Respekt ist wichtig»: Der Parteichef der Sozialisten, Harlem Désir, in Paris.
Reuters
Freut sich auch für Strauss-Kahns Ehefrau: Die Bürgermeisterin der Stadt Lille, Martine Aubry.
Freut sich auch für Strauss-Kahns Ehefrau: Die Bürgermeisterin der Stadt Lille, Martine Aubry.
Keystone
Hat sich für Dominique Strauss-Kahn eingesetzt: Der Bürgermeister der Stadt Evry, Manuel Valls.
Hat sich für Dominique Strauss-Kahn eingesetzt: Der Bürgermeister der Stadt Evry, Manuel Valls.
Reuters
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Heute Nachmittag um 17 Uhr wird das New Yorker Gericht entscheiden, ob das Verfahren gegen den ehemaligen IWF-Chef eingestellt wird oder nicht. Der Antrag des Staatsanwalts Cyrus Vance, Dominique Strauss-Kahn zu entlassen, ist in Frankreich mit grosser Genugtuung aufgenommen worden.

Die Politiker der Sozialistischen Partei freuen sich auf die baldige Rückkehr ihres Parteikollegen. «Das ist eine glückliche Entwicklung, die alle seine Freunde erwarteten», sagte Harlem Désir, der amtierende Parteichef der Sozialisten, gegenüber der französischen Zeitung «Le Figaro». Die Affäre habe einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig der Respekt vor den Menschen und die Unschuldsvermutung in einem Gerichtsverfahren sei.

Strauss-Kahns politische Zukunft

«Ich bin sehr glücklich», ergänzte die sozialistische Präsidentschaftsbewerberin Martine Aubry und drückte zudem ihre «grosse Zuneigung gegenüber Dominique und seiner Frau Anne» aus. Sie sei froh, dass der Albtraum ein Ende habe.

Noch zwei weitere Präsidentschaftskandidaten der Sozialistischen Partei äussern sich zur baldigen Freilassung ihres Parteikollegen. «Die Einstellung des Verfahrens bestätigt meine Überzeugung, dass diese unerträglichen Vorwürfe gegen Dominique nicht wahr sind», sagte Manuel Valls gegenüber dem «Figaro». «Jetzt wo alles vorbei ist, wird klar: Was für eine Zeitverschwendung für Dominique.»

Einzig François Hollande äussert sich über die politische Zukunft des ehemaligen IWF-Chefs und hochgehandelten Präsidentschaftsanwärters. «Wenn etwas Zeit vergangen ist und er in Frankreich all seine Freiheit wiedergewonnen hat, wird Dominique beschliessen, was er machen will», sagt Hollande.

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