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Vor der Radikalisierung kommt die Enttäuschung

Neun von zehn Jihadisten - die von Nordafrika nach Spanien auswanderten - haben sich erst in Europa radikalisiert, wie eine neue Studie zeigt.

Geplatzte Hoffnung: Ein spanischer Grenzbeamter eskortiert einen illegalen Einwanderer aus Nordafrika.

Geplatzte Hoffnung: Ein spanischer Grenzbeamter eskortiert einen illegalen Einwanderer aus Nordafrika.

(Bild: RTS)

Alcanar ist eigentlich nicht der Ort, an dem man eine Terrorzelle vermutet. Die Gemeinde mit nicht mal 10'000 Einwohnern liegt in der Provinz Tarragona, ihr Strand ist gleichermassen Anziehungspunkt für Touristen wie für Spanier mit Zweitwohnsitz. Und doch nahm in diesem unscheinbaren Ort der Terrorplot vom Donnerstag seinen Ausgang. Bei einer Explosion in einem Haus starb am Mittwoch ein Mann, sieben wurden verletzt. Manche vermuteten zunächst einen Unfall in einer Drogenküche, mittlerweile weiss die Polizei besser, wozu die vielen Gaskanister dienen sollten, die sie hier fand: Anscheinend hatten die Täter von Barcelona und Cambrils dort - wenig erfolgreich - das Bombenbauen geübt.

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