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Vor dem Gipfel der Superlative

In Lissabon berät die Nato über Afghanistan, die Beziehung zu Russland und eine gemeinsame Raketenabwehr. Portugal betreibt für das Treffen einen immensen Sicherheitsaufwand.

Alles ist bereit: Der Nato-Gipfel von Lissabon wird heute eröffnet.
Alles ist bereit: Der Nato-Gipfel von Lissabon wird heute eröffnet.
Keystone
Letzte Vorbereitungen: Nebenbei findet noch ein Gipfel zwischen der EU und den USA statt.
Letzte Vorbereitungen: Nebenbei findet noch ein Gipfel zwischen der EU und den USA statt.
Keystone
Die Demonstranten im Liegestreik gegen den Nato-Einsatz in Afghanistan.
Die Demonstranten im Liegestreik gegen den Nato-Einsatz in Afghanistan.
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Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten wollen auf ihrem Gipfel in Lissabon die Weichen für die Zukunft der Allianz stellen. Die Konferenz beginnt heute Freitag in der portugiesischen Hauptstadt und soll eine neue Strategie für das Bündnis verabschieden.

Mit der Verabschiedung einer neuen Nato-Strategie will der Gipfel einen elf Jahre alten Text ersetzen. Die Allianz will in Lissabon festschreiben, wofür sie steht und welche Ziele sie bis 2020 hat. Die «Chefs» wollen auch eine neue Raketenabwehr beschliessen. Ausserdem soll der Gipfel den allmählichen Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan einleiten und die Eiszeit in den Beziehungen zu Russland beenden.

Allerdings müssen die Spitzen der 28 Nato-Länder für die geplanten Gipfelbeschlüsse eine Reihe von Hindernissen überwinden. Die Türkei fordert für eine Zustimmung zum Raketenabwehrschild nach Angaben von Diplomaten Einfluss und Geld.

Afghanistan-Partner ebenfalls dabei

In der zentralen Frage einer strategischen Zusammenarbeit zwischen der Nato und der Europäischen Union betreibt die Türkei wegen des Zypern-Konflikts eine Blockadepolitik. Beim Thema der atomaren Abrüstung sind sich Deutschland und Frankreich uneinig.

Zu dem Treffen in Lissabon werden 20 Staatsoberhäupter, 22 Regierungschefs und insgesamt 75 Aussen- und Verteidigungsminister erwartet. Neben den Nato-Mitgliedern nehmen auch 20 Staaten an dem Gipfel teil, die in Afghanistan engagiert, aber nicht in der Allianz vertreten sind.

Erhöhte Sicherheitskontrollen

Die portugiesischen Gastgeber schützen den Gipfel mit beispiellosem Aufwand. 10'000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Die Regierung setzte das Schengener Abkommen vorübergehend ausser Kraft und nimmt an den Grenzen wieder Passkontrollen vor. Die Behörden fürchten schwere Krawalle. Der Flugverkehr über Lissabon wurde eingeschränkt.

SDA/jak

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