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Vatikan kritisiert Berlusconis Migrationspolitik

Die katholische Kirche wirft Italiens Staatschef vor, sich immer weniger für die Menschenrechte einzusetzen.

Der Vatikan kritisiert, dass die Mitte-Rechts-Regierung die illegale Immigration als Straftat in das italienische Strafsystem einzuführen. Der Sekretär des Päpstlichen Rates für Migrantenseelsorge, Erzbischof Agostino Marchetto, hat den Beschluss der Regierung in Rom kritisiert, die illegalen Immigration in das italienische Strafsystem einzuführen.

«Damit entfernt sich Italien immer mehr vom Einsatz für die Menschenrechte, zu dem sich das Land auf internationaler Ebene verpflichtet hat», sagte der Sekretär des Päpstlichen Rates für Migrantenseelsorge, Erzbischof Agostino Marchetto.

Bischöfe sprechen von Rassismus

Er bezog sich dabei auf die strenge Asylpolitik der Regierung Berlusconi und insbesondere die aus seiner Sicht eingeschränkte Möglichkeit der Familienzusammenführung.

Bereits Anfang Woche hatten sich die italienischen Bischöfe wegen des Problems der Immigration besorgt gezeigt. Der Präsident der italienischen Bischofskonferenz CEI, Angelo Bagnasco, betonte die Flüchtlinge seien Brüder, die man integrieren müsse. Er kritisierte die jüngsten rassistischen Vorfälle im Land. So war in Mailand ein in Italien geborener Schwarzafrikaner erschlagen worden.

SDA/oku

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