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US-Drohne soll über Krim abgefangen worden sein

Über der Halbinsel Krim wurde offenbar eine US-Überwachungsdrohne abgefangen. Der Flugkörper sei nach einem Störmanöver «nahezu intakt» in die Hände Russlands gefallen, meldet die Waffenfirma.

Auch über der Krim im Einsatz? US-Drohne des Typs MQ-5B. (Archivbild)
Auch über der Krim im Einsatz? US-Drohne des Typs MQ-5B. (Archivbild)
Keystone

Über der ukrainischen Halbinsel Krim ist nach Angaben eines russischen Rüstungsunternehmens eine US-Überwachungsdrohne abgefangen worden. Der Flugkörper mit der Identifizierungsnummer UAV MQ-5B sei nach einem elektronischen Störmanöver «nahezu intakt» in die Hände von «Selbstverteidigungskräften» gefallen, teilte das Unternehmen Rostec am Freitag mit.

Zuvor sei der Kontakt zwischen der Drohne und der US-Kommandozentrale durch ein Rostec-Kampfsystem unterbrochen worden. Die Rostec-Erklärung enthielt keine Angaben dazu, wer das Störmanöver ausführte. Die Drohne gehöre zur 66. Aufklärungsbrigade der USA, sie habe ihren ursprünglichen Standort in Deutschland, erklärte Rostec. Das Unternehmen veröffentlichte ein Foto, das nach seinen Angaben die abgefangene Drohne zeigt.

Auf der zur Ukraine gehörenden Krim soll am Sonntag ein Referendum abgehalten werden, bei dem die Bevölkerung sich für eine Eingliederung in die Russische Föderation oder für mehr Autonomierechte aussprechen kann. Die Krim wird seit Wochen faktisch von russischen Militäreinheiten und prorussischen Kämpfern kontrolliert, die keine Hoheitsabzeichen tragen.

Ukraine erklärt Referendum für verfassungswidrig

Derweil hat die Ukraine ein klares Statement zum kommenden Referendum abgegeben: Im Krim-Konflikt hat das ukrainische Verfassungsgericht das für Sonntag geplante Referendum auf der Schwarzmeer-Halbinsel offiziell für verfassungswidrig erklärt. Beobachter erwarten aber nicht, dass das Urteil Auswirkungen hat. Die Krim-Führung hatte bereits vor Tagen angekündigt, keine Anweisungen der Zentralregierung mehr zu erfüllen.

In Kiew entschieden die gerade eingesetzten Richter am Freitag, die von der Moskau-treuen Führung in Simferopol erlassene Verordnung über die Volksbefragung an diesem Sonntag habe keine gesetzliche Grundlage. Die juristische Prüfung war vom pro-westlichen Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow beantragt worden.

AFP/mrs

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