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Ungarn riegelt Grenze mit vier Meter hohem Drahtzaun ab

Drastische Massnahme gegen Flüchtlinge: Die ungarische Regierung gab die Schliessung der Grenze zu Serbien in Auftrag.

«Flüchtlinge müssen auf serbischem Gebiet aufgehalten werden»: Aussenminister Peter Szijjarto informierte in Budapest die Medien.
«Flüchtlinge müssen auf serbischem Gebiet aufgehalten werden»: Aussenminister Peter Szijjarto informierte in Budapest die Medien.
Keystone

Die Regierung Ungarns hat die Schliessung der 175 Kilometer langen Grenze zu Serbien angeordnet. Die Grenze solle mit einem vier Meter hohen Zaun abgeriegelt werden, sagte Aussenminister Peter Szijjarto vor den Medien in Budapest.

Die Regierung habe Innenminister Sandor Pinter angewiesen, bis zum kommenden Mittwoch die Abriegelung der ungarisch-serbischen Grenze vorzubereiten, erklärte Aussenminister Szijjarto weiter.

«Flüchtlinge müssen auf serbischem Gebiet aufgehalten werden»

Ungarn will damit die Zuwanderung von Flüchtlingen unterbinden, die zuletzt stark zugenommen hatte. Bei den von Serbien nach Ungarn gelangenden Flüchtlingen handelt es sich vor allem um Syrer, Iraker und Afghanen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Regierungschef Viktor Orban angedeutet, dass eine Schliessung der Grenze bevorstehen könnte. «Wir halten es nicht für richtig, dass sie uns die Flüchtlinge schicken, sie müssen auf serbischem Gebiet aufgehalten werden», sagte Orban am vergangenen Freitag dem staatlichen Rundfunk.

2014 wanderten 43'000 Flüchtlinge ein

Ungarn gehört zum Schengen-Raum, Serbien ist Anwärter auf eine EU-Mitgliedschaft. Anfang Juli ist ein serbisch-ungarisches Gipfeltreffen geplant, bei dem über die Einwanderungsfragen gesprochen werden soll.

Im vergangenen Jahr trafen in Ungarn rund 43'000 Flüchtlinge ein, 2012 waren es nur 2000 gewesen. In diesem Jahr nahm die Zahl der Flüchtlinge weiter zu. Bislang waren es bereits mehr als 50'000.

SDA/woz

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