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Metropole als Ziel: Nun hat es Barcelona getroffen

Blutende Menschen am Boden, Tote am Strassenrand. 13 Jahre nach dem letzten islamistischen Attentat hat der Terror Spanien wieder eingeholt.

Sebastian Schoepp (München), Thomas Urban (Barcelona)
Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Zehntausende nahmen an einem Marsch gegen Terrorismus in Barcelona teil. König Felipe VI (Mitte) steht zwischen dem Premierminister Mariano Rajoy (links) und dem Präsidenten Kataloniens, Carles Puigdemont (rechts). (26. August 2017)
Luis Gene, AFP
Polizisten zünden in Cambrils Kerzen für die Opfer an. (25. August 2017)
Polizisten zünden in Cambrils Kerzen für die Opfer an. (25. August 2017)
Manu Fernandez/AP, Keystone
Wieder auf freiem Fuss: Polizisten führen Salah El Karib ins Gericht. (22. August 2017)
Wieder auf freiem Fuss: Polizisten führen Salah El Karib ins Gericht. (22. August 2017)
AFP
Ein Richter hat die Ausschaffung von Imam Abdelbaki Es Satty im März 2015 gestoppt, erklärten die Behörden am Mittwoch: Ein Bild des Kopf der Terrorzelle von Katalonien. Bild: Twitter
Ein Richter hat die Ausschaffung von Imam Abdelbaki Es Satty im März 2015 gestoppt, erklärten die Behörden am Mittwoch: Ein Bild des Kopf der Terrorzelle von Katalonien. Bild: Twitter
AFP
Anhörung in Madrid: Neben dem 34-Jährigen müssen sich Mohamed Houli Chemlal ...
Anhörung in Madrid: Neben dem 34-Jährigen müssen sich Mohamed Houli Chemlal ...
Keystone
... und Driss Oukabir vor dem Richter verantworten.
... und Driss Oukabir vor dem Richter verantworten.
Keystone
Die spanische Polizei hat im Versteck der Terrorzelle von Katalonien einen echten Sprengstoffgürtel gefunden: Die Ermittler in Katalonien arbeiten auf Hochtouren. (22. August 2017)
Die spanische Polizei hat im Versteck der Terrorzelle von Katalonien einen echten Sprengstoffgürtel gefunden: Die Ermittler in Katalonien arbeiten auf Hochtouren. (22. August 2017)
Francisco Seco (AP), Keystone
Die Terrorzelle hatte eigentlich einen noch grösseren Anschlag mit Sprengstoff geplant – unter anderem wollten die Jihadisten die Sagrada Família in die Luft sprengen, wie einer der Jihadisten vor Gericht aussagte: Ein Polizist vor der Basilika Sagrada Família in Barcelona. (20. August 2017)
Die Terrorzelle hatte eigentlich einen noch grösseren Anschlag mit Sprengstoff geplant – unter anderem wollten die Jihadisten die Sagrada Família in die Luft sprengen, wie einer der Jihadisten vor Gericht aussagte: Ein Polizist vor der Basilika Sagrada Família in Barcelona. (20. August 2017)
Pascal Guyot, AFP
Das Tatortfahrzeug von Cambrils war vor dem Anschlag im Raum Paris geblitzt worden: Der schwarze Audi, mit dem die Angreifer auf der Strandpromenade von Cambrils Menschen überfuhren – eine Frau erlag später ihren Verletzungen, fünf weitere Personen wurden verletzt. Die fünf Angreifer wurden von der Polizei erschossen. (18. August 2017)
Das Tatortfahrzeug von Cambrils war vor dem Anschlag im Raum Paris geblitzt worden: Der schwarze Audi, mit dem die Angreifer auf der Strandpromenade von Cambrils Menschen überfuhren – eine Frau erlag später ihren Verletzungen, fünf weitere Personen wurden verletzt. Die fünf Angreifer wurden von der Polizei erschossen. (18. August 2017)
Emilio Morenatti/AP, Keystone
Ramblas-Fahrer erschossen: Polizeieinsatz in Subirats, einem westlichen Vorort Barcelona. (21. August 2017)
Ramblas-Fahrer erschossen: Polizeieinsatz in Subirats, einem westlichen Vorort Barcelona. (21. August 2017)
Emilio Morenatti/AP, AFP
Im Weinberg Ventura Soler wurde der 22-jährige Younes Abouyaaqoub getötet.
Im Weinberg Ventura Soler wurde der 22-jährige Younes Abouyaaqoub getötet.
Manu Fernandez, AFP
Polizisten bewachen in Subirats einen Strassenabschnitt.
Polizisten bewachen in Subirats einen Strassenabschnitt.
Emilio Morenatti/AP, AFP
Sprengstoffspezialisten kommen zum Einsatz.
Sprengstoffspezialisten kommen zum Einsatz.
Lluis Gene, AFP
Wenige Sekunden nach dem Anschlag: Aufnahmen einer Überwachungskamera bei der Markthalle «La Boqueria» sollen angeblich den Hauptverdächtigen zeigen.
Wenige Sekunden nach dem Anschlag: Aufnahmen einer Überwachungskamera bei der Markthalle «La Boqueria» sollen angeblich den Hauptverdächtigen zeigen.
CCTV/El Pais
Nach Younes Abouyaaqoub wird in ganz Europa gesucht.
Nach Younes Abouyaaqoub wird in ganz Europa gesucht.
CCTV/El Pais
Der 22-jährige Marokkaner hat den Lieferwagen in Barcelona gelenkt, wie die Ermittler bestätigen.
Der 22-jährige Marokkaner hat den Lieferwagen in Barcelona gelenkt, wie die Ermittler bestätigen.
Spanische Polizei, AFP
Der Fahrer des Anschlagsfahrzeugs könnte nach Frankreich geflüchtet sein: Die Polizei kontrolliert Grenzübergänge. (20. August 20017)
Der Fahrer des Anschlagsfahrzeugs könnte nach Frankreich geflüchtet sein: Die Polizei kontrolliert Grenzübergänge. (20. August 20017)
Raymond Roig, AFP
Der in Marokko geborene 22-jährige Younes Abouyaaqoub wird gesucht. (20. August 20017)
Der in Marokko geborene 22-jährige Younes Abouyaaqoub wird gesucht. (20. August 20017)
Raymond Roig, AFP
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Raymond Roig, AFP
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Raymond Roig, AFP
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Die spanische Polizei kontrolliert Fahrzeuge an der Grenze zu Frankreich. (20. August 20017)
Raymond Roig, AFP
Polizei hat Anschlagspläne durchkreuzt: Eine Polizistin in Alcanar vor Dutzenden Gasflaschen.
Polizei hat Anschlagspläne durchkreuzt: Eine Polizistin in Alcanar vor Dutzenden Gasflaschen.
Jose Jordan, AFP
In der Basilika Sagrada Familia in Barcelona haben Hunderte Menschen der Opfer der Terroranschläge gedacht. An der Messe am Sonntag in dem weltberühmten Gotteshaus nahmen auch das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia teil. (20. August 2017)
In der Basilika Sagrada Familia in Barcelona haben Hunderte Menschen der Opfer der Terroranschläge gedacht. An der Messe am Sonntag in dem weltberühmten Gotteshaus nahmen auch das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia teil. (20. August 2017)
Sergio Barrenechea, AFP
Antwort auf den Terror: Familienangehörige der mutmasslichen Terroristen gehen in Ripoll auf die Strasse. (19. August 2017)
Antwort auf den Terror: Familienangehörige der mutmasslichen Terroristen gehen in Ripoll auf die Strasse. (19. August 2017)
Francisco Seco, Keystone
«Nicht in meinem Namen»: Eine Frau hält in Ripoll ein Plakat in die Luft um zu zeigen, dass sie sich von Terror distanziert.  (19. August 2017)
«Nicht in meinem Namen»: Eine Frau hält in Ripoll ein Plakat in die Luft um zu zeigen, dass sie sich von Terror distanziert. (19. August 2017)
Francisco Seco, Keystone
Der spanische Innenminister Ignacio Zoido sagte nach einer Sitzung mit Experten, man könne «praktisch sagen», dass die Terrorzelle hinter den Anschlägen in Barcelona und Cambrils «total zerschlagen» sei. Die katalanische Polizei widersprach ihm postwendend. (Symbolbild)
Der spanische Innenminister Ignacio Zoido sagte nach einer Sitzung mit Experten, man könne «praktisch sagen», dass die Terrorzelle hinter den Anschlägen in Barcelona und Cambrils «total zerschlagen» sei. Die katalanische Polizei widersprach ihm postwendend. (Symbolbild)
Fernando Alvarado/EPA, Keystone
Hier soll der Imam Abdelbaki Es Satty gewohnt haben: Nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils hat die Polizei die Wohnung in Ripoll durchsucht. (19. August 2017)
Hier soll der Imam Abdelbaki Es Satty gewohnt haben: Nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils hat die Polizei die Wohnung in Ripoll durchsucht. (19. August 2017)
Pau Barrena, AFP
Flaggen wehen auf Halbmast: Der Palacio de Cibeles in Madrid. (18. August 2017)
Flaggen wehen auf Halbmast: Der Palacio de Cibeles in Madrid. (18. August 2017)
Gabriel Bouys, AFP
Am Freitagabend leuchtete die Fassade des Gebäudes, das Sitz der Stadtverwaltung Madrids ist, in den Farben der Flaggen Barcelonas. (18. August 2017)
Am Freitagabend leuchtete die Fassade des Gebäudes, das Sitz der Stadtverwaltung Madrids ist, in den Farben der Flaggen Barcelonas. (18. August 2017)
Javier Lopez/EPA, AFP
epa06149615 Spanish flags fly at a half mast around La Cibeles fountain, in downtown Madrid, Spain, 18 August 2017, a day after the terrorist attacks in Catalonian cities of Barcelona and Cambrils. According to media reports, at least 13 people have died and 100 were injured when a van crashed into pedestrians in Las Ramblas, downtown Barcelona in an incident which Spanish police are treating as a terror attack. Similar attack was conducted in coastal city of Cambrils, where five alleged terrorists, who apparently wore bomb belts, were shot dead by security forces on early morning 18 August after they attacked pedestrians using a vehicle next to a promenade, injuring seven people, including a police officer. Police have stated that the attack in Barcelona and the attack in Cambrils are linked. The Islamic State (IS) has claimed the responsibility for the attack in Barcelona.  EPA/ISABEL MUNOZ
epa06149615 Spanish flags fly at a half mast around La Cibeles fountain, in downtown Madrid, Spain, 18 August 2017, a day after the terrorist attacks in Catalonian cities of Barcelona and Cambrils. According to media reports, at least 13 people have died and 100 were injured when a van crashed into pedestrians in Las Ramblas, downtown Barcelona in an incident which Spanish police are treating as a terror attack. Similar attack was conducted in coastal city of Cambrils, where five alleged terrorists, who apparently wore bomb belts, were shot dead by security forces on early morning 18 August after they attacked pedestrians using a vehicle next to a promenade, injuring seven people, including a police officer. Police have stated that the attack in Barcelona and the attack in Cambrils are linked. The Islamic State (IS) has claimed the responsibility for the attack in Barcelona. EPA/ISABEL MUNOZ
AFP
Im Zentrum Madrids haben die Behörden Zufahrten zu Fussgängerzonen mit Blumenkisten aus Beton blockieren lassen.
Im Zentrum Madrids haben die Behörden Zufahrten zu Fussgängerzonen mit Blumenkisten aus Beton blockieren lassen.
AFP
Bewaffnete Polizisten bewachen die Las Ramblas (19. August 2017)
Bewaffnete Polizisten bewachen die Las Ramblas (19. August 2017)
Lluis Gene, AFP
Am Samstag waren noch 54 Verletzte hospitalisiert, zwölf von ihnen befinden sich in kritischem Zustand: Die Königsfamilie besuchte Opfer der Anschläge in verschiedenen Spitälern – im Bild spricht Prinzessin Letizia mit einem Verletzten in Barcelona. (19. August 2017)
Am Samstag waren noch 54 Verletzte hospitalisiert, zwölf von ihnen befinden sich in kritischem Zustand: Die Königsfamilie besuchte Opfer der Anschläge in verschiedenen Spitälern – im Bild spricht Prinzessin Letizia mit einem Verletzten in Barcelona. (19. August 2017)
Spanisches Königshaus via AP, Keystone
Grossfahndung: Katalanische Polizisten führen einen Verdächtigen in Handschellen ab.
Grossfahndung: Katalanische Polizisten führen einen Verdächtigen in Handschellen ab.
Pau Barrena, AFP
Ort des tödlichen Anschlags: Menschen versammeln sich am Abend um eine Gedenkstätte auf der Ramblas. (18. August 2017)
Ort des tödlichen Anschlags: Menschen versammeln sich am Abend um eine Gedenkstätte auf der Ramblas. (18. August 2017)
Emilio Morenatti/AP, AFP
Am Tag nach dem Anschlag: Eine Polizistin steht auf der Ramblas in Barcelona. (18. August 2017)
Am Tag nach dem Anschlag: Eine Polizistin steht auf der Ramblas in Barcelona. (18. August 2017)
Manu Fernandez/AP
Die Trümmer eines Hauses in Alcanar, einem Ort rund 200 Kilometer südlich von Barcelona. Hier hatte sich in der Nacht auf Donnerstag eine Explosion ereignet. Die Polizei berichtete von einem Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Barcelona.
Die Trümmer eines Hauses in Alcanar, einem Ort rund 200 Kilometer südlich von Barcelona. Hier hatte sich in der Nacht auf Donnerstag eine Explosion ereignet. Die Polizei berichtete von einem Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Barcelona.
Jaume Sellart, AFP
Tausende Menschen versammelten sich um 12 Uhr auf der Placa de Catalunya, wo die tödliche Attacke am Vorabend ihren Anfang nahm, um der Opfer zu gedenken. (18. August 2017)
Tausende Menschen versammelten sich um 12 Uhr auf der Placa de Catalunya, wo die tödliche Attacke am Vorabend ihren Anfang nahm, um der Opfer zu gedenken. (18. August 2017)
Javier Soriano, AFP
Einen Tag nach dem Anschlag ist die Ramblas wieder belebt.
Einen Tag nach dem Anschlag ist die Ramblas wieder belebt.
Leserreporter 20 Minuten
Tatort Cambrils: Die Angreifer rasten auf der Strandpromenade in die Menge, bevor sie von Sicherheitskräften gestoppt wurden.
Tatort Cambrils: Die Angreifer rasten auf der Strandpromenade in die Menge, bevor sie von Sicherheitskräften gestoppt wurden.
Emilio Morenatti, Keystone
Der Tag danach: Die mediale Aufarbeitung der Attacke in Barcelona beginnt. (18. August 2017)
Der Tag danach: Die mediale Aufarbeitung der Attacke in Barcelona beginnt. (18. August 2017)
Manu Fernandez, Keystone
Der Bruder des Verhafteten: Die spanische Polizei sucht nach Mussa Oukabir, der Bruder des in Ripoll verhafteten Driss Oukabir. (Quelle: Facebook)
Der Bruder des Verhafteten: Die spanische Polizei sucht nach Mussa Oukabir, der Bruder des in Ripoll verhafteten Driss Oukabir. (Quelle: Facebook)
AFP
Die Polizei gab dieses Fahndungsfoto von Driss Oukabir heraus. Am Abend wurde aber bekannt, dass er sich bei der Polizei gemeldet haben soll. Angeblich sei ihm der Ausweis gestohlen worden.
Die Polizei gab dieses Fahndungsfoto von Driss Oukabir heraus. Am Abend wurde aber bekannt, dass er sich bei der Polizei gemeldet haben soll. Angeblich sei ihm der Ausweis gestohlen worden.
Spanish National Police/EPA
Das Fahrzeug, welches in Barcelona 13 Menschen getötet hat, wird abtransportiert. (18. August 2017)
Das Fahrzeug, welches in Barcelona 13 Menschen getötet hat, wird abtransportiert. (18. August 2017)
Josep Lago, AFP
Sieben Verletzte, darunter ein Polizist: Sicherheitskräfte sperren in Cambrils eine Strasse ab. (18. August 2017)
Sieben Verletzte, darunter ein Polizist: Sicherheitskräfte sperren in Cambrils eine Strasse ab. (18. August 2017)
Jaume Sellart, Keystone
Spanische Polizisten durchsuchen in Cambrils ein Auto. (18. August 2017)
Spanische Polizisten durchsuchen in Cambrils ein Auto. (18. August 2017)
Jaume Sellart, Keystone
Beschädigter Lieferwagen im Hintergrund: Grosses Polizeiaufgebot auf den Ramblas nach dem Anschlag. (17. August 2017)
Beschädigter Lieferwagen im Hintergrund: Grosses Polizeiaufgebot auf den Ramblas nach dem Anschlag. (17. August 2017)
David Ramos/Getty Images
Politiker und Spitzensportler haben auf den Terroranschlag in Barcelona reagiert: Die britische Premierministerin Theresa May spricht von einem «sinnlosen Verlust von Menschenleben.» (Archivbild)
Politiker und Spitzensportler haben auf den Terroranschlag in Barcelona reagiert: Die britische Premierministerin Theresa May spricht von einem «sinnlosen Verlust von Menschenleben.» (Archivbild)
Keystone
Die Betroffenheit ist überall gross.
Die Betroffenheit ist überall gross.
Giannis Papanikos/AP
Die Polizei sichert die Gegend ab.
Die Polizei sichert die Gegend ab.
Giannis Papanikos, Keystone
Bei der Evakuierung einer Burger-King-Filiale bittet die Polizei die Gäste, das Lokal mit erhobenen Händen zu verlassen.
Bei der Evakuierung einer Burger-King-Filiale bittet die Polizei die Gäste, das Lokal mit erhobenen Händen zu verlassen.
Josep Lago, AFP
Familien flüchten vom Anschlagsort.
Familien flüchten vom Anschlagsort.
Giannis Papanikos/AP
Verletzte werden vor Ort versorgt.
Verletzte werden vor Ort versorgt.
Oriol Duran, Keystone
Passanten helfen einer verletzten Person auf der Ramblas.
Passanten helfen einer verletzten Person auf der Ramblas.
Oriol Duran, Keystone
Schwerbewaffnete Polizeieinheiten suchen nach dem Verdächtigen: Nach spanischem Gesetz müssen ihre Gesichter verpixelt werden.
Schwerbewaffnete Polizeieinheiten suchen nach dem Verdächtigen: Nach spanischem Gesetz müssen ihre Gesichter verpixelt werden.
Andreu Dalmau, Keystone
Um Verletzte sorgen sich die Einsatzkräfte vor Ort.
Um Verletzte sorgen sich die Einsatzkräfte vor Ort.
Quique Garcia, Keystone
Passanten flüchten nach dem Vorfall.
Passanten flüchten nach dem Vorfall.
Oriol Duran, Keystone
Eine Person wird von Rettungskräften aus dem Einkaufshaus «El Corte Inglés» getragen. (17. August 2017)
Eine Person wird von Rettungskräften aus dem Einkaufshaus «El Corte Inglés» getragen. (17. August 2017)
Josep Lago, AFP
Der Fahrer des Lieferwagens soll noch flüchtig sein: Auf Twitter verbreiteten sich schnell Bilder von Augenzeugen des Vorfalls.
Der Fahrer des Lieferwagens soll noch flüchtig sein: Auf Twitter verbreiteten sich schnell Bilder von Augenzeugen des Vorfalls.
Twitter
Polizei und Sanität auf dem abgesperrten Boulevard Las Ramblas.
Polizei und Sanität auf dem abgesperrten Boulevard Las Ramblas.
Josep Lago, AFP
Nachdem ein weisser Lieferwagen in Passanten gerast ist, wird der Bereich abgesperrt.
Nachdem ein weisser Lieferwagen in Passanten gerast ist, wird der Bereich abgesperrt.
Pau Barrena, AFP
Polizisten sind auch in Zivil unterwegs.
Polizisten sind auch in Zivil unterwegs.
Josep Lago, AFP
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Die Ramblas von Barcelona an einem Donnerstagnachmittag im August. Die Hitze gibt gerade etwas nach, die Menschen strömen zu Tausenden zum Flanieren auf den Boulevard der katalanischen Hauptstadt, Einheimische und Fremde. Es gibt zur Hauptsaison wohl kaum einen Ort in Europa, an dem sich mehr Menschen versammeln, und kaum einen, an dem sie es sorgloser tun.

Es scheint so, als sei die Bluttat sehr gezielt genau deswegen dort erfolgt. Ein weisser Lieferwagen rast gegen 17 Uhr die breite, von schattenspendenden Platanen gesäumte Strasse abwärts, Richtung Hafen. Kurz vor dem zentralen Markt, dem historischen Mercat de la Boqueria, einer berühmten Sehenswürdigkeit, steuert der Fahrer den Transporter geradewegs und mit voller Absicht in eine Menschenmenge. Später am Abend wird der Innenminister der katalanischen Regionalregierung, Joaquim Forn, mitteilen, dass dreizehn Menschen ums Leben gekommen sind, an die achtzig sind verletzt, viele schwer.

Wie ein Kriegserlebnis

Blutende Menschen liegen am Boden, Tote am Strassenrand, Augenzeugen berichten von schreienden Menschen, von Schrecken und Chaos. Ein Tourist sagt der Nachrichtenagentur DPA, das Fahrzeug sei im Zickzack gefahren, «um ein Maximum an Fussgängern zu erwischen». Ein anderer Augenzeuge berichtet: «Ich habe so etwas noch nie erlebt. Es war wie ein Kriegserlebnis. Polizisten mit Maschinengewehren und Gewehren im Anschlag kamen in der Strasse auf mich zugerannt.» Seine Frau habe in einem Einkaufszentrum festgesessen, weil die Eingänge geschlossen worden seien. «Wir dachten immer, Barcelona sei eine friedliche Stadt.»

Zunächst kursierten nach der Tat wilde Gerüchte über Verfolgungsjagden, Schiessereien und Geiselnahmen in der Altstadt.

IS reklamiert Tat für sich

Erst am späteren Abend meldet die Polizei offiziell die Festnahme eines dringend Tatverdächtigen. Er war offenbar direkt nach der Tat aus dem Wagen gesprungen und in das Gewirr der Gassen geflohen. Der Tatwagen soll ein Lieferwagen der Marke Fiat sein, der in der Vorstadt Sabadell gemietet wurde. Später meldete die katalanische Regierung eine zweite Festnahme. Zudem hat nach Angaben der Polizei ein flüchtender Autofahrer am Abend in Barcelona zwei Beamte angefahren. Die Terrormiliz Islamischer Staat liess über ihr Propagandasprachrohr Amak verbreiten, «einer der Soldaten des Islamischen Staats» habe die Tat verübt.

Video - Terror-Attacke mit Lieferwagen

Mindestens 13 Personen sterben bei Terroranschlag in Barcelona (Tamedia/AFP)

Oberbürgermeisterin Ada Colau trat am Abend vor die Presse. Sie sagte trotzig: «Barcelona war immer eine Stadt offen für alle Fremden, dies soll so bleiben!» Eine Welle der Solidarität brandete auf. Die deutsche Regierung, Nato, EU und die Bürgermeister der ebenfalls vom Terror gezeichneten Städte Nizza und Paris, selbst der mit Barcelona so verfeindete Fussballclub Real Madrid kondolierten sofort. Bundespräsidentin Doris Leuthard sprach von «einem feigen Terrorakt.» Donald Trump twitterte: «Halte durch und seid stark, wir lieben euch!» Der spanische König Felipe VI. verurteilte den Terroranschlag am selben Abend. «Das sind Mörder, einfach Kriminelle, die uns nicht terrorisieren werden», hiess es am Donnerstagabend aus dem Königspalast in Madrid. «Ganz Spanien ist Barcelona. Die Ramblas werden wieder für alle da sein.»

Spanien war lange Jahre vom Terrorismus verschont geblieben. Manche haben angesichts der vielen Anschläge der vergangenen Jahre schon verdrängt, dass eines der blutigsten Attentate in Europa sich dort ereignete, am 11. März 2004. Damals zündeten islamistische Attentäter in Madrid Bomben in Pendlerzügen und töteten 192 Menschen. Das hatte Folgen: Die neue sozialistische Regierung zog ihre Truppen aus dem Irakkrieg ab. Spanien hat es seitdem vermieden, im Krieg allzu viele Aggressionen auf sich zu ziehen. Die Spezialeinheiten gegen den islamistischen Terror wurden immer weiter aufgestockt, kein anderes europäisches Land hat in den vergangenen Jahren so viele Terrorverdächtige festgenommen wie Spanien. 13 Jahre ohne islamistische Attentate. Und nun Barcelona.

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Las Ramblas – Wahrzeichen und Touristenmagnet

Der Boulevard, auf dem der Lieferwagen in die Menge der Flaneure raste, gehört zu den beliebtesten Attraktionen von Barcelona: Die Promenade Las Ramblas erstreckt sich durch die Altstadt von der Plaça de Catalunya bis zum Hafen. Gesäumt von Bäumen und in der Mitte unterbrochen durch einen Fussgängerbereich, zieht der Boulevard Flaneure an, Cafébesucher, Strassenkünstler – und jede Menge Touristen.

Nördlich der Ramblas liegt das Altstadtviertel Barri Gòtic, südlich El Raval. Im 18. Jahrhundert verlief hier die mittelalterliche Stadtmauer von Barcelona. Einst galten die Ramblas als Prachtstrasse, mit den exklusivsten Feinkostgeschäften, den besten Buchläden, den elegantesten Restaurants und Cabarets, ein Treffpunkt für Intellektuelle, Künstler und das gehobene Bürgertum. Doch der Boulevard geriet in Verruf als Treffpunkt für Drogensüchtige und Dealer, als Hort von Strassenprostitution, Kleinkriminalität und Gewalt.

Die etwa 1,3 Kilometer lange Strasse besteht aus fünf unterschiedlichen Abschnitten, die eine Fülle von Attraktionen beherbergen. Die Rambla de Canaletes, die unmittelbar an die Plaça de Catalunya anschliesst, ist bekannt für den Brunnen Font de Canaletes, Fans des FC Barcelona feiern hier ihre Siege. Früher säumten viele Hochschulgebäude die Rambla dels Estudis, daher der Name. Die Rambla de Sant Josep wird wegen der zahlreichen Blumenstände auch Rambla de les Flors genannt. Die Rambla dels Caputxins ist geprägt von den Fassaden des Gran Teatre del Liceu und des Cafe de l’Opera. Zudem hat man von hier aus Zugang zum grosszügig angelegten Stadtplatz Plaça Reial. Weiter in Richtung Hafen folgt die Rambla de Santa Mònica. Hier steht in einem Kreisel am Hafen die 68 Meter hohe Kolumbussäule. Vor allem am späten Nachmittag, wenn die Sommerhitze in den Strassenfluchten langsam erträglich wird, strömen die Menschen auf die Las Ramblas. Genau um diese Zeit begann auch der Kleinlaster seine tödliche Raserei. Daniela Dau

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