UN-Konferenz billigt weltweites Klimaschutzabkommen

Der Weltklimavertrag steht: Die Pariser UNO-Klimakonferenz hat eine Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel beschlossen.

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Mit dem Abkommen verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz. «Die Pariser Vereinbarung für das Klima ist angenommen», sagte Frankreichs Aussenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius unter dem Jubel der Delegierten.

Der Vertrag gibt das Ziel vor, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzten. Die 195 Länder wollen sogar versuchen, bei 1,5 Grad zu landen.

Signal zur Abkehr von fossilen Energien

Langfristig sollen nicht mehr Treibhausgase wie CO2 ausgestossen werden, als gleichzeitig zum Beispiel von Wäldern wieder aufgenommen werden können. Allerdings werden die nationalen Klimaziele weiterhin von den einzelnen Ländern festgelegt – bislang reichen die vorliegenden Pläne nicht aus, um den Klimawandel auf ein erträgliches Mass zu begrenzen.

Zahlreiche Umweltschützer werteten den Vertragstext als starkes Signal zur Abkehr von den fossilen Energien Kohle, Öl und Gas. Sie hätten sich aber früheres Handeln und mehr konkrete Verpflichtungen für die einzelnen Staaten gewünscht.

Demonstrationen in Paris

Tausende Menschen gingen zum Abschluss des Weltklimagipfels für mehr Umweltschutz auf die Strasse. Mit Slogans wie «Ändern wir das System – nicht das Klima» wollten sie daran erinnern, dass der Kampf gegen die Erderwärmung weiter geht.

Die Kundgebungen, zu denen mehrere Umweltschutzorganisationen aufgerufen hatten, fanden an verschiedenen Orten der französischen Metropole statt, darunter am Triumphbogen und auf dem Champ-de-Mars vor dem Eiffelturm. Die Stimmung sei feierlich gewesen, berichtete der Radiosender «France Info».

Schweigeminute für Opfer der Terroranschläge

Die zuständige Pariser Behörde hatte die Demonstrationen, zu denen bis zu 15'000 Menschen erwartet wurden, trotz des Ausnahmezustands genehmigt. Man wollte damit den Umweltschutzorganisationen die Möglichkeit geben, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen. Nach der Attentatsserie in Paris am 13. November herrschte landesweit zunächst Versammlungsverbot.

In einer Schweigeminute gedachten die Demonstranten der 130 Opfer der Terroranschläge. Die Kundgebungen fanden unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund 2000 Sicherheitskräfte sollen mobilisiert worden sein.

mlr/sda

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