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In der Ukraine beginnt der grosse Ausverkauf

Wegen der tiefgreifenden Wirtschaftskrise will die Regierung der Ukraine 350 Staatsunternehmen verkaufen. Das Vorhaben ist umstritten.

Einnahmen gesuchts: Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk (l.) will die Regierungskasse aufpolieren. (4. Juli 2015)
Einnahmen gesuchts: Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk (l.) will die Regierungskasse aufpolieren. (4. Juli 2015)
Mykola Lazarenko, Keystone

Kiew will mit dem Verkauf von staatlichen Unternehmungen Erlöse von mehreren Milliarden Euro erzielen. Dabei hofft die ukrainische Regierung auf interessierte Investoren aus Europa und den USA. Wie Ministerpräsident Arseni Jazenjuk heute in Kiew ankündigte, wollen 150 Firmenchefs an einer Präsentation bei einer Konferenz in Washington im Oktober teilnehmen.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres ging die Wirtschaftsleistung der Ukraine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,2 Prozent zurück. Private Investoren halten sich unter anderem wegen der fortgesetzten kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten des Landes zurück. In dem Konflikt mit prorussischen Aktivisten wurden inzwischen mehr als 6500 Menschen getötet.

Zu den Unternehmen, die privatisiert werden sollen, gehören auch Kraftwerke und Energieversorger sowie der Hafen von Odessa. Die Privatisierungspläne sind selbst in der Regierung nicht unumstritten. Der Leiter des Fonds für das Staatseigentum, Igor Bilus, sagte, er halte es für besser, den Hafen von Odessa nicht zu verkaufen, sondern von Investoren bewirtschaften zu lassen.

SDA/fal

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