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Überzeugte Feministin wird deutsche Verfassungsrichterin

Die Rechtsprofessorin Susanne Baer entscheidet künftig mit, ob Erlasse in Deutschland dem Grundgesetz entsprechen. Sie gilt als überzeugte Frauenrechtlerin – und als gute Gesprächspartnerin.

Die künftige Verfassungsrichterin Susanne Baer, die zu Jahresbeginn ihr Amt antritt, hat seit 2002 die Professur für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin inne. Die 46-Jährige gilt als überzeugte Feministin.

Seit Jahren erstellt Baer für verschiedene deutsche Ministerien Studien zum Thema Gleichstellung. Sie untersucht, wie sich bestimmte Entscheide auf die jeweilige Situation von Männer und Frauen auswirken. Baer setzt sich für gemischte Gremien an Unternehmensspitzen und in der Politik ein. Dabei ist sie nach Einschätzung deutscher Medien eine spannende Gesprächspartnerin: Baer sei «fachlich brillant», «strukturiert» und ausserdem eine «schlagfertige, kluge und stellenweise auch selbstironische Diskutantin», zitiert beispielsweise das Magazin «Focus» Mitarbeiter und Studenten der Professorin.

Auslandstudium in Michigan

Ihre Doktorarbeit schrieb Baer zum Thema «Würde oder Gleichheit? Zur angemessenen grundrechtlichen Konzeption von Recht gegen Diskriminierung am Beispiel sexueller Belästigung am Arbeitsplatz in der Bundesrepublik Deutschland und den USA» und erhielt dafür das Prädikat «summa cum laude» – die Bestnote.

Baer hatte zuletzt eine Gastprofessur an der University of Michigan. Von 2005/06 war sie Vizepräsidentin der HU für Studium und Internationales. Sie studierte von 1983 bis 1987 Rechtswissenschaft und von 1984 bis 1986 Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zudem machte sie 1992/93 ihren Master of Law (LL.M.) an der University of Michigan Law School.

dapd/oku

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