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Türkische Zeitung an NSU-Prozess zugelassen

Erfolg für die ausländischen Medien vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: Die Sitzplatzvergabe im Münchner NSU-Prozess muss überarbeitet werden.

Umstritten: Presseplätze im Münchner NSU-Prozess. (Archivbild)
Umstritten: Presseplätze im Münchner NSU-Prozess. (Archivbild)
Reuters

Im Streit um die Platzvergabe im Münchener NSU-Prozess hat die türkische Zeitung «Sabah» einen Erfolg erzielt. Gemäss dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe muss «eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern» vergeben werden.

Vorgeschlagen wurden am Freitag drei zusätzliche Plätze oder ein neues Verfahren der Sitzplatzvergabe. Das Gericht muss aber nicht, wie von «Sabah» gefordert, sein Platzvergabeverfahren komplett rückgängig machen.

Das Oberlandesgericht München, wo der NSU-Prozess am Mittwoch beginnen soll, hatte die 50 Presseplätze nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge vergeben. Dabei gingen die meisten internationalen und alle türkischen Medien leer aus.

Dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) werden Morde an neun Menschen mit türkischen und griechischen Wurzeln und einer deutschen Polizistin zur Last gelegt, ausserdem zwei Bombenanschläge und eine Serie von Banküberfällen.

SDA/chk

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