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Türkische Kurdenpartei will Friedensprozess fortsetzen

Der türkische Präsident Erdogan wird sich auch im neuen Parlament mit Kurdenvertretern auseinandersetzen müssen. Ihr Chef, Selahattin Demirtas, kritisierte den Ablauf der Wahlen.

Einzug ins Parlament knapp geschafft: Selahattin Demirtas, Chef der türkischen Kurdenpartei HDP, möchte am Friedensprozess festhalten.
Einzug ins Parlament knapp geschafft: Selahattin Demirtas, Chef der türkischen Kurdenpartei HDP, möchte am Friedensprozess festhalten.

Nach der Parlamentswahl in der Türkei hat Selahattin Demirtas, Chef der prokurdischen Partei HDP, am Sonntagabend eine Fortsetzung des Friedensprozesses zwischen Ankara und den kurdischen Rebellen angekündigt.

Bei der Wahl hatte die HDP mit rund zehn Prozent der Stimmen knapp den Einzug ins Parlament geschafft. Die Wahl fand überschattet von Spannungen und neuer Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Kurdenrebellen in den vergangenen Monaten statt.

Keine faire Wahl

Demirtas sagte, es sei keine faire Wahl gewesen, «weil wir unsere Leute vor einem Massaker schützen mussten». Nach Angriffen auf Parteibüros und dem Anschlag in Ankara mit 102 Todesopfern im Oktober hatte die HDP alle grossen Wahlkampfveranstaltungen abgesagt.

Obwohl seine Partei gegenüber der vorangegangenen Wahl im Juni viele Stimmen eingebüsst hatte – damals kam sie auf 13 Prozent – sprach Demirtas von einem Erfolg. «Es ist immer noch ein grosser Sieg, wir haben eine Million Stimmen verloren, aber wir haben einer Politik des Massakers und des Faschismus die Stirn geboten.»

SDA/chi

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