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Türkei möchte Armenier zum Botschafter ernennen

Die türkische Regierung möchte erstmals einen Armenischstämmigen zum Botschafter ernennen. Der Wunschkandidat zögert, dem Angebot nachzukommen.

Die Türkei will zum ersten Mal eine ihrer Auslandsvertretungen von einem armenischstämmigen Botschafter leiten lassen. Es komme auf die Fähigkeit an, nicht auf die Religion oder auf die ethnische Herkunft, sagte Aussenminister Ahmet Davutoglu.

Er habe den Wirtschaftswissenschaftler Daron Acemoglu gebeten, neuer türkischer Botschafter bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris zu werden, berichteten heute türkische Medien.

Acemoglu möchte erst noch ein Buch fertigstellen

Acemoglu reagierte demnach erfreut auf den Vorschlag, will aber zunächst ein Buch fertigstellen. Das Aussenministerium in Ankara hatte vor kurzem betont, der diplomatische Dienst der zu mehr als 99 Prozent muslimischen Türkei stehe auch Mitgliedern der nicht muslimischen Minderheiten offen.

Christen und Juden in der Türkei beklagen seit langem eine Benachteiligung bei der Jobsuche in staatlichen Institutionen.

SDA/mrs

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