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Steigt Katar bei Eurofighter-Konzern ein?

Eigentlich wäre der Bundesregierung ein deutscher Investor lieber. Doch die Verhandlungen mit dem Golfemirat über einen Einstieg beim 45-Milliarden-Rüstungskonzern laufen anscheinend bereits.

Auch in der Alpenluft unterwegs: Ein Eurofighter-Jet bei seiner Vorstellung an der Flugshow in Sion. (17. September 2011)
Auch in der Alpenluft unterwegs: Ein Eurofighter-Jet bei seiner Vorstellung an der Flugshow in Sion. (17. September 2011)

Das Emirat Katar will nach Medieninformationen beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS einsteigen. Wie das Magazin «Der Spiegel» vorab aus seiner jüngsten Ausgabe berichtet, trafen sich Regierungsmitglieder des arabischen Wüstenstaats vorletzte Woche zu «ersten Verhandlungen» mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Ziel sei die Übernahme eines EADS-Anteils von 7,5 Prozent, der bislang dem Automobilkonzern Daimler gehört. Daimler hält 15 Prozent der Aktien und 22,5 Prozent der Stimmrechte an dem Airbus-Mutterkonzern und strebt seit längerem einen Verkauf von Anteilen an. Die Bundesregierung ist bemüht, einen deutschen Investor zu finden, damit das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich in dem Konzern gewahrt wird. Doch die Suche nach einem deutschen Investor blieb zunächst ohne Erfolg.

Besondere Regeln

Weil EADS nicht nur Airbus-Flugzeuge, sondern auch Rüstungsgüter und Sicherheitstechnik herstellt, gelten für das Unternehmen besondere Regeln. Auch industriepolitisch ist der Konzern, der zuletzt rund 45,8 Milliarden Euro Jahresumsatz machte, von besonderer Bedeutung. EADS hält einen Anteil von 33 Prozent an der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH, die den gleichnamigen europäischen Kampfjet entwickelt.

Erwogen wurde bereits, die bundeseigene Förderbank KfW in das Geschäft einzuschalten. Auf französischer Seite hält die Gesellschaft Sogeade 22,5 Prozent der Anteile an EADS, hinter der der Lagardère-Konzern und der französische Staat stehen. EADS entstand im Juli 2000, als Deutschland, Frankreich und Spanien Teile ihrer Luftfahrt-, Rüstungs- und Raumfahrtindustrie zusammenlegten.

AFP/dapd/ami

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