Staatsanwalt geht in Berufung gegen Freilassung von Rackete

Der deutsche Verein Sea-Watch geht davon aus, dass Kapitänin Carola Rackete nicht wieder festgenommen wird.

Der Fall Carola Rackete geht juristisch in die nächste Runde. (Keystone/Pasquale Claudio Montana/29. Juni 2019)

Der Fall Carola Rackete geht juristisch in die nächste Runde. (Keystone/Pasquale Claudio Montana/29. Juni 2019)

Die Staatsanwaltschaft in Italien hat Berufung gegen die Freilassung von Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete eingelegt. Die Behörde im sizilianischen Agrigent habe diese am Mittwoch beim Kassationsgericht in Rom – Italiens oberstem Gericht – eingereicht.

Das berichteten italienische Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Racketes Anwalt bestätigte dies der Nachrichtenagentur dpa. Die Berufung sei unabhängig von der Vernehmung der Deutschen, die für diesen Donnerstag in Agrigent angesetzt ist.

Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer hatte zuvor erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass Rackete wieder festgenommen werde. Sie war Ende Juni unerlaubt mit Dutzenden Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Danach wurde die 31-jährige Deutschen festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Diesen hob eine Ermittlungsrichterin in Agrigent jedoch wieder auf.

Gegen Rackete wird weiter wegen Beihilfe illegaler Einwanderung sowie Widerstandes gegen ein Kriegsschiff ermittelt. Deshalb wird sie am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft in Agrigent verhört.

fal/sda

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