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«So schüttet man Wasser auf die Mühlen von Salvini»

Seenotretter Claus-Peter Reisch erklärt, wie er Flüchtlinge im Mittelmeer rettet und wo er Italiens Vizepremier recht geben muss.

Er könnte sich zurücklehnen, aber Claus-Peter Reisch will mit der Seenotrettung weitermachen.

Er könnte sich zurücklehnen, aber Claus-Peter Reisch will mit der Seenotrettung weitermachen.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Herr Reisch, Seenotretter werden zu Fällen für die Justiz, wie das Beispiel der Kapitänin Carola Rackete zeigt. Sie haben letztes Jahr ein Schiff mit 235 Flüchtlingen nach Malta gebracht. Warum tun Sie sich das an?
Man darf sich von Menschen wie dem italienischen Innenminister Matteo Salvini nicht abschrecken lassen. Er ist nicht der Nabel der Welt. Die Geschichte wird eines Tages über ihn richten. Wenn ihm die Seenotrettung nicht gefällt, müsste er auch die Strandaufsicht in Rimini abschaffen. Es geht darum, dass Menschen am Ertrinken sind. Da kann man nicht einfach wegschauen.

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