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Showdown an Allerheiligen

Ein Dreiergipfel von Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer und SPD-Chef Gabriel soll die Einheit der deutschen Regierung in der Flüchtlingskrise retten.

Gerade in Deutschland angekommen: Diese Flüchtlinge reisten über Österreich ins Nachbarland ein. Foto: Johannes Simon (Getty)
Gerade in Deutschland angekommen: Diese Flüchtlinge reisten über Österreich ins Nachbarland ein. Foto: Johannes Simon (Getty)

Die grosse Koalition ist in eine schwere Krise geraten, die schwerste seit der Regierungsbildung vor zwei Jahren. Während über Wiesen und Felder Tag für Tag Tausende von Flüchtlingen von Österreich nach Bayern stapfen, attackiert der Chef der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) genauso unablässig Kanzlerin Angela Merkel für ihre «offenen Grenzen» und fordert Korrektur. Drohungen folgen schärfere Drohungen, Ultimaten letzte Ultimaten. Bis am Sonntag, zu Allerheiligen, müsse die Regierung den Kurs ändern, verlangte Horst Seehofer zuletzt. Ansonsten sei man zu «allem» bereit, allenfalls gar zum Bruch der Koalition. Zuvor hatte «Bild» berichtet, der Bayer erwäge, die drei CSU-Minister – alle auf relativ unwichtigen Posten – aus der Regierung zurückzu­ziehen. Seehofer dementierte nicht.

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