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Schwedische Schule nach Amokdrohung geräumt

Die schwedische und die finnische Polizei fürchten Nachahmer in beiden Ländern. Jugendliche erhalten landesweit SMS-Drohungen.

Im schwedischen Vasteras wurde nach einer Gewaltdrohung eine Schule evakuiert. «Sie haben eine Warnung erhalten, dass jemand die Schule in Stücke schiessen wird», sagte der schwedische Polizeisprecher Borje Stromberg. «Wir wissen nicht, ob da was dran ist, der Direktor entschied sich aber für die Räumung, um auf der sicheren Seite zu sein.»

Finnische Medien berichten derweil von mehreren Bombendrohungen im ganzen Land. Der finnische Polizeichef Mikko Paatero sagte am Donnerstag, man werde die Überwachung von Internetseiten wie YouTube verstärken. Dort hatte der 22-jährige Matti Saari Gewaltvideos veröffentlicht, bevor er am Dienstag zehn Menschen in einer Schule der Kleinstadt Kauhajoki erschoss. Er nahm sich danach das Leben.

«Angst und Hysterie»

Die Polizei in Kauhajoki bestätigte, dass in der Region Schüler Drohungen per SMS erhalten hätten. Polizeisprecher Urpo Lintula sagte, die Textmitteilungen verbreiteten «Angst und Hysterie unter jungen Leuten und wir müssen sie stoppen».

In der schwedischen Gemeinde Köping wurde ausserdem ein 16-jähriger Jugendlicher wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet. Der Zugriff sei erfolgt, nachdem Polizisten das Video auf YouTube geprüft hätten. Über dessen Inhalt wurden keine Angaben gemacht; Stromberg begründete dies mit dem Alter des Jungen. Die schwedische Polizei forderte die Öffentlichkeit auf, verdächtige Web-Inhalte zu melden, wenn sie ein Warnsignal für bevorstehende Verbrechen darstellen könnten.

AP/oku

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