Schlechte Zeiten für gefährliche Helden

Ex-Befehlshaber der Rebellenarmee UÇK müssen sich einem Sondertribunal in Den Haag stellen. Die Schweiz hilft bei der Aufarbeitung mit.

UÇK-Kämpfer werden nach dem Ende des Krieges in Kosovo im Juni 1999 als Helden gefeiert. Foto: Getty Images

UÇK-Kämpfer werden nach dem Ende des Krieges in Kosovo im Juni 1999 als Helden gefeiert. Foto: Getty Images

Enver Robelli@enver_robelli

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, dafür gründlich. Das Sprichwort wird oft bemüht, um den Glauben an die Gerechtigkeit nicht zu verlieren. In Kosovo gab es aber seit Kriegsende vor bald 20 Jahren keine Justiz, die in der Lage gewesen wäre, frühere Kommandanten der kosovo-albanischen Rebellenarmee UÇK wegen Kriegsverbrechen konsequent zu verfolgen. Zeugen wurden bedroht, erschossen oder mit Ämtern und Privilegien zum Schweigen gebracht, einheimische Richter und Staatsanwälte getrauten sich kaum, den Mächtigen entgegenzutreten. Wer die Legende vom «sauberen Befreiungskrieg» gegen die serbische Repression skeptisch betrachtete, wurde als Vaterlandsverräter diffamiert.

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