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Sarkozy will Frühwarnsystem einrichten

Der französische Präsident will den Informationsausstausch zwischen IWF, Aufsichtsbehörden und den Zentralbanken verbessern: Er plant ein Frühwarnsystem, das künftigen Finanzkrisen vorbeugen soll.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll dabei eine tragende Rolle spielen.

Dies geht aus französischen Unterlagen für den EU-Sondergipfel am kommenden Freitag in Brüssel hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. An diesem informellen Treffen wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs den Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington vorbereiten.

Nötig sei ein «Frühwarnsystem für Risiken» für die Stabilität der Wirtschafts- und Finanzsysteme, heisst es in dem Papier, das der französische Präsident Nicolas Sarkozy mit den EU-Partnern beraten will.

Es soll auf einem verbesserten Informationsaustausch zwischen IWF, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken basieren und «eine umfassende und rechtzeitige Information der politischen Verantwortlichen» sicherstellen.

Mehr Einfluss für Schwellenländer

Gleichzeitig will Frankreich die Weltfinanzinstitutionen Währungsfonds und Weltbank demokratischer machen. Insbesondere sollen Schwellenländer mehr Einfluss erhalten.

Die Auswahl des IWF-Vorsitzenden und des Weltbank-Präsidenten solle «offener und transparenter» werden, heisst es in dem Papier. Nach Diplomatenangaben könnten damit erstmals Vertreter von Schwellenländern auf die Chefposten der beiden Finanzinstitutionen kommen.

Bislang steht dem IWF traditionell ein Europäer vor, den Weltbank-Chef stellen die USA. Derzeit steht der Franzose Dominique Strauss-Kahn an der IWF-Spitze, der Weltbank der US-Amerikaner Robert Zoellick.

Mehr Kontrolle bei Hedge-Fonds

Zudem plädiert Frankreich für eine stärkere Finanzmarktaufsicht. Rating-Agenturen und Hedge-Fonds sollten einer stärkeren Kontrolle unterworfen werden, heisst es in dem Text. Allerdings soll dies «nicht notwendigerweise» durch neue Gesetze geschehen.

SDA/mbr

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