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Sarkozy und Hollande feiern deutsche Kapitulation gemeinsam

Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs. Der amtierende französische Präsident Nicolas Sarkozy und sein Nachfolger François Hollande begehen den heutigen Gedenktag gemeinsam.

Sein Stern stieg vor allem, weil jener seines Gegners sank: François Hollande (l.) und Nicolas Sarkozy am Gedenktag zum 8. Mai 1945. (8. Mai 2012)
Sein Stern stieg vor allem, weil jener seines Gegners sank: François Hollande (l.) und Nicolas Sarkozy am Gedenktag zum 8. Mai 1945. (8. Mai 2012)
AFP
67. Jahrestag des Kriegsendes: Angehörige der französischen Streitkräfte sowie Nicolas Sarkozy und François Hollande beim Arc de Triomphe in Paris. (8. Mai 2012)
67. Jahrestag des Kriegsendes: Angehörige der französischen Streitkräfte sowie Nicolas Sarkozy und François Hollande beim Arc de Triomphe in Paris. (8. Mai 2012)
AFP
Sicherheitsvorkehrungen: Polizisten überwachen das Gelände rund um den Arc de Triomphe. (8. Mai 2012)
Sicherheitsvorkehrungen: Polizisten überwachen das Gelände rund um den Arc de Triomphe. (8. Mai 2012)
AFP
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Der amtierende französische Präsident Nicolas Sarkozy und sein Nachfolger François Hollande haben in Paris am Triumphbogen den Sieg über Nazi-Deutschland 1945 gefeiert. Gemeinsam legten sie einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten nieder. Sie standen dort nebeneinander, als ein Militärchor die Marseillaise und das Lied der Partisanen sang. Danach schüttelten beide Kriegsveteranen die Hände. Sarkozy hatte am Vortag Hollande zu der Zeremonie eingeladen. Am Ende schüttelten beide gemeinsam die Hände von Zuschauern, die Sarkozy «Merci! Wir lieben Sie!» zuriefen.

Neben der Sarkozy-Regierung war auch der frühere sozialistische Premier Lionel Jospin gekommen. Zuvor hatte Sarkozy dem Sohn des Staatspräsidenten Charles de Gaulle, Philippe, die Hand gedrückt. Es war einer der letzten öffentlichen Auftritte Sarkozys als Präsident. Der 8. Mai ist ein Feiertag in Frankreich. Vorgänger Jacques Chirac hatte Sarkozy vor fünf Jahren ebenfalls schon dazu gebeten.

Die Wehrmacht hatte am 7. Mai 1945 um 02.41 Uhr in Reims in einer Schule die bedingungslose Kapitulation im US-Hauptquartier in Frankreich unterzeichnet. Sie trat erst am Abend des 8. Mai in Kraft. Die Sowjets verlangten eine Wiederholung der Unterschriften am 8. Mai vor Sowjetoffizieren in Berlin-Karlshorst.

Auch deutsche Flagge in Reims

Laut Bundesarchiv trat die Kapitulation von Reims am 8. Mai um 23.01 Uhr in Kraft, weil die Wehrmacht ihren Truppen noch die Gelegenheit geben wollte, vor den Sowjets so weit wie möglich nach Westen zu fliehen. Ursprünglich hatte die Wehrmacht in Reims nur an der Westfront kapitulieren wollen, nachdem es bereits Teilkapitulationen in Italien, Norddeutschland, für die Stadt Berlin (2. Mai) und der «Armee Wenck» gegeben hatte, die in Berlin kämpfen sollte, sich aber in Stendal am 3. Mai den Amerikanern ergab. Eine weitere Teilkapitulation lehnten die Alliierten nun ab. Die Wehrmacht kapitulierte dann schliesslich vollständig vor den Alliierten Streitkräften und den Sowjets.

Seit 2005 wird in Reims neben den Fahnen der Alliierten vor der Tür der Schule auch eine Schwarz-Rot-Goldene gehisst. Schliesslich war dies auch der Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur.

dapd/rub

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