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Sarkozy mit Zügeln

Vor zehn Jahren wurde Nicolas Sarkozy mit 85 Prozent an die Spitze der UMP gewählt, heute sind es noch knapp 65. So wird er beim Regieren keine freie Hand mehr haben.

Getrübte Freude: Nicolas Sarkozy nach seinem Wahlsieg in Paris. (29. November 2014)
Getrübte Freude: Nicolas Sarkozy nach seinem Wahlsieg in Paris. (29. November 2014)
Keystone

Angestrebt war ein Plebiszit, herausgekommen ist ein bescheidener Sieg. Nicolas Sarkozy hat die Primärwahl um den Vorsitz der rechtsbürgerlichen Partei Union pour un Mouvement Populaire (UMP) zwar bereits im ersten Durchgang mit 64,5 Prozent der Stimmen gewonnen, blieb damit aber dennoch deutlich unter den Erwartungen seines Lagers, das sich «mehr als 70 Prozent» erhofft hatte. Seine beiden Kontrahenten, die Abgeordneten Bruno Le Maire und Hervé Mariton, brachten es auf 29,2 beziehungsweise 6,3 Prozent. Beide lagen damit über den Prognosen. An der elektronischen Wahl hatten etwas mehr als die Hälfte der 268'000 eingeschriebenen Parteimitglieder teilgenommen - ein schöner Erfolg für eine Formation, die nicht so viel Übung hat in Basisdemokratie.

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