Russland provoziert mit neuen Krim-Banknoten

Moskau hat zwei neue Noten geschaffen. Die Werte 200 Rubel und 2000 Rubel gab es bislang nicht.

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Russland hat seinen Anspruch auf die annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim mit neuen Banknoten mit Motiven der Region untermauert. Üblicherweise werden auf russischen Geldscheinen Sehenswürdigkeiten und historisch wichtige Persönlichkeiten des Landes abgebildet.

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel 2014 einverleibt. International wird sie nicht als russisches Gebiet anerkannt und das Vorgehen als Völkerrechtsbruch gewertet.

«Volk wählt Symbole aus»

Der Schein im Wert von 200 Rubel (rund 3,35 Franken) werde zunächst in dieser Region in Umlauf gebracht, sagte Notenbankchefin Elvira Nabiullina am Donnerstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Russlandweit sollen die Banknoten zum Jahresende erscheinen.

Strasse von Kertsch: Russland baut an der Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Asowschen Meer eine Brücke auf die Halbinsel Krim. (11. Oktober 2017) Bild: Keystone/EPA

Die Zentralbank hatte die Einführung neuer Rubelscheine vergangenes Jahr in Auftrag gegeben. Tausende Vorschläge mit russischen Sehenswürdigkeiten wurden eingebracht, im Internet wählten die Russen ihre Favoriten aus. «Das russische Volk hat diese Symbole ausgewählt», sagte Nabiullina.

Nach Annexion gedruckt

Auf der grünen Note sind die antiken Chersones-Ruinen nahe der Stadt Sewastopol dargestellt. Auch die blauen 2000-Rubel-Banknoten, auf denen die monumentale Brücke bei der Stadt Wladiwostok gezeigt wird, werden vorab im Fernen Osten eingeführt.

Wladiwostok ist die grösste russische Stadt am Pazifik. Karte: Google

Bislang gab es keine Scheine im Wert von 200 und 2000 Rubel. Nach der Annexion liess Moskau Sonderbanknoten drucken und Münzen mit Krim-Motiven prägen. Bereits 2015 wurde eine 100-Rubel-Note mit Bildern der Krim in begrenzter Zahl in Umlauf gebracht. (oli/sda)

Erstellt: 13.10.2017, 09:33 Uhr

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