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Russischer Jet soll ukrainisches Flugzeug abgeschossen haben

Die russische Luftwaffe hat angeblich einen ukrainischen Kampfjet angegriffen, als dieser über der Ukraine flog. Am Boden verkünden die prorussischen Rebellen Erfolge gegen die Regierungstruppen.

Schwere Vorwürfe der Ukraine gegen Russland: Suchoi SU-25 Kampfjets bei einem Manöver in Weissrussland. (25. September 2013)
Schwere Vorwürfe der Ukraine gegen Russland: Suchoi SU-25 Kampfjets bei einem Manöver in Weissrussland. (25. September 2013)
Reuters

Der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin hat die Vorwürfe der Armeeführung in Kiew zurückgewiesen, Russland habe über der Ostukraine eine Militärmaschine des Nachbarlandes abgeschossen. «Wir haben das nicht getan», sagte er am Sitz der Vereinten Nationen. Das russische Verteidigungsministerium nannte entsprechende Vorwürfe der Ukraine «absurd», wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete.

Ein Sprecher des ukrainischen Militärs hatte zuvor erklärt, Russland habe ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-25 in der Luft angegriffen und abgeschossen. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können. Der Vorfall ereignete sich demnach über der Region, in der seit Monaten prorussische Separatisten gegen ukrainische Regierungstruppen kämpfen.

Auch Transportflugzeug abgeschossen?

Erst am Montag hatte Kiew dem Nachbarland vorgeworfen, eine Militärmaschine vom Typ AN-26 abgeschossen zu haben. Das Transportflugzeug sei in grosser Höhe vermutlich von einer Luft-Luft-Rakete eines russischen Kampfflugzeugs getroffen worden, erklärte das Militär.

Vier der acht Besatzungsmitglieder konnten demnach lebend gerettet werden, zwei wurden von den Separatisten gefangen genommen und zwei kamen bei dem Absturz ums Leben. Russland hat auf die Vorwürfe bisher nicht reagiert.

Separatisten sprechen von Erfolgen

Die Separatisten sprechen derweil von neuen Kampferfolgen und Landgewinnen gegen die ukrainischen Regierungstruppen. In den Gebieten Lugansk und Donezk seien einzelne Stadtteile und Ortschaften wieder unter Kontrolle der Aufständischen, teilten die prorussischen Kräfte am Donnerstag mit.

Die Regierungstruppen seien zurückgedrängt worden. Eine Bestätigung dafür gab es in Kiew zunächst nicht. Bei den Kämpfen habe es erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben, teilten beide Seiten mit. Konkrete Zahlen lagen zunächst nicht vor.

«Wir wissen, dass es Verluste gibt. Die Kämpfe dauern an. Unsere Leute halten sich. Aber es ist sehr schwer», sagte Andrej Lyssenko vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine.

Das Innenministerium in Kiew rief die Bürger in Donezk und Lugansk erstmals auf, sich selbst gegen die Aufständischen zur Wehr zu setzen. Es verwundere ihn, dass sich in einer Millionenstadt wie Donezk, in der «starke Männer, Bergarbeiter, mutige Menschen» leben, niemand den bewaffneten Eindringlingen entgegenstelle, sagte Berater Sorjan Schkirjak. Er hoffe, dass sich der Widerstand von Patrioten im Inneren bilde, um der Armee bei der Befreiung der Stadt Donezk zu helfen.

AFP/sda/rub

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