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Rumänien will Verbrecher-Image loswerden

Vergewaltiger, Diebe, Bettler: Rumänen haben in Italien einen schlechten Ruf. Nun hat die rumänische Regierung eine Werbekampagne gestartet. Ziel: ein besseres Image.

Italien ist für viele Rumänen das Traumziel: Seit Rumänien Mitglied der Europäischen Union ist, hat eine wahre Auswanderungswelle nach Italien eingesetzt. Dort leben inzwischen fast eine Million Rumänen – darunter viele rumänische Roma. Grund für den Massenexodus ist unter anderem die ähnliche Sprache. Viele Rumänen halten sich zwar legal in Italien auf, melden sich an und gehen einer geregelten Arbeit nach. Trotzdem sind die nicht beliebt: Viele Italiener halten die Rumänen für Kriminelle. Nun geht die rumänische Regierung in die Offensive. Mit einer Werbekampagne soll das Image der Rumänen aufpoliert werden. «Um ein Volk zu verstehen, muss man seine Leute verstehen», heisst es auf Plakaten. Zudem gibt es Werbespots im Fernsehen und eine Homepage mit Informationen, wie die Zeitung «Repubblica» schreibt.

Seitdem ein aufgebrachter Mob im Mai in Neapel zwei wilde Roma-Camps angegriffen und in Brand gesteckt hat, hat sich die Stimmung gegen Rumänen wie Roma verschärft. Auslöser der Ausschreitungen war der Verdacht, dass ein Roma-Mädchen ein Kleinkind rauben wollte. Für Aufregung sorgten auch die Angriffe auf zwei ausländische Touristenpaare, bei denen jeweils die Frauen brutal vergewaltigt wurden. Die mutmasslichen Täter sind Rumänen.

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