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Renzis Coup

Italien erhält einen neuen Premierminister, der dem alten sehr ähnelt - wenigstens politisch.

Paolo Gentiloni folgt auf Matteo Renzi. Vom bisherigen Aussenminister Italiens heisst es, er sei ein «Super-Renzianer», ein Weggefährte der ersten Stunde: dieselbe Linie und immer loyal. Wahrscheinlich ist das auch der wichtigste Grund, warum es Gentiloni nach einer recht bescheidenen und insgesamt eher unauffälligen politischen Karriere nun an die Macht schafft.

Seine Berufung ins Amt des Premierministers ist ein Coup des Vorgängers. Renzi hat nun nämlich doch nicht vor, die Politik zu verlassen, wie er das einmal verheissen hatte für den Fall, dass er das Verfassungsreferendum verliere. Eben erst zurückgetreten, bereitet er sich bereits auf die kommenden Wahlen vor. Und die werden wohl vor dem regulären Ende der Legislaturperiode stattfinden. 2017 schon. In der Zwischenzeit sitzt ein Vertrauter im Palazzo Chigi, der weder die Ambition noch das Charisma hat, ihn als Leader der Linken herauszufordern.

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