Rekordtief: CDU und CSU sacken in der Gunst der Wähler ab

Für die Unionsparteien würden laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend nur noch 29 Prozent ihre Stimmen geben.

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Nach dem unionsinternen Asylstreit sind CDU und CSU im ARD-Deutschlandtrend in der Wählergunst auf ein Rekordtief gefallen. Der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge kämen die Unionsparteien auf 29 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Dies ist laut der am Donnerstag veröffentlichten Befragung des Instituts Infratest dimap ein Punkt weniger als im Juli und der niedrigste für die Union bisher gemessene Wert. Ein Minus verzeichnet auch die FDP, jeweils um einen Punkt zulegen können dagegen Grüne und AfD.

Die SPD verharrt der Umfrage zufolge bei 18 Prozent, nur noch knapp vor der AfD, die mit 17 Prozent einen Rekordwert erreicht. Die Grünen erreichen in der sogenannten Sonntagsfrage mit 15 Prozent für sie einen Spitzenwert der vergangenen Jahre. Für die Linke würden sich unverändert neun Prozent entscheiden, für die FDP nur noch sieben Prozent.

Der Rückhalt für Union und SPD zusammen ist mit 47 Prozent der geringste, der je im Deutschlandtrend gemessen wurde. Auf wenig Zustimmung stösst mit 25 Prozent auch die Arbeit der Bundesregierung, 74 Prozent äusserten sich weniger oder gar nicht zufrieden. Gleichwohl bedeutet die Zustimmungsrate von 25 Prozent ein Plus von vier Prozentpunkten.

Gesundheits- und Pflegepolitik am wichtigsten

Statt der Asyl- und Flüchtlingspolitik messen der Umfrage zufolge die Befragten anderen Themen sehr viel mehr Bedeutung bei. So ist für 69 Prozent die Gesundheits- und Pflegepolitik sehr wichtig, für 55 Prozent das Thema Kriminalität, für 52 Prozent die Klimapolitik und für 51 Prozent die Frage nach bezahlbarem Wohnraum.

Das Thema Asylpolitik schätzen 39 Prozent als sehr wichtig ein. Zugleich halten 62 Prozent der Befragten die Integration von schon seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Migranten für sehr gut oder gut gelungen. Die gegenteilige Meinung haben 33 Prozent.

Maas beliebter denn je

In der Liste der beliebten Politiker hat sich Aussenminister Heiko Maas (SPD) mit 48 Prozent Zustimmung (plus acht Prozentpunkte) auf den ersten Platz geschoben, vor Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) (plus zwei Punkte) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (minus zwei Punkte) mit jeweils 46 Prozent. Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer verharrt auf seinem bisherigen Rekordtief von 27 Prozent.

Für die Umfrage befragte Infratest dimap am Montag und Dienstag 1008 Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage von Montag bis Mittwoch 1508 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte angegeben. (nag/AFP)

Erstellt: 02.08.2018, 20:48 Uhr

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